Sodbrennen beim Hund? – Welche Ursache steckt dahinter?

Autor: Dr. Sabrina Vogt | Zuletzt bearbeitet: | Lesezeit: 12 min
Sodbrennen beim Hund

Sodbrennen kennen wir von uns Menschen, aber auch unsere Hunde können darunter leiden. Sodbrennen, medizinisch Reflux genannt, ist, wenn es selten vorkommt, meist unproblematisch. Kommt es allerdings regelmäßig vor, dass ihr Hund Symptome wie beispielsweise Erbrechen zeigt, sollte man der Ursache nachgehen.

Was bedeutet es, wenn ein Hund Sodbrennen hat?

Wir Menschen kennen Sodbrennen als saures Aufstoßen, besonders nach dem Essen. Oder sogar ein brennender Schmerz hinter dem Brustbein. Unseren Hunden geht es da sehr ähnlich! Häufiger beobachten wir aber besonders am Morgen, dass unsere Hunde gelblichen Schaum erbrechen oder auf dem Spaziergang viel Gras fressen.

Ursache

Sodbrennen wird auch als Pyrosis (griechisch) bezeichnet und steht für das schmerzhaft brennende Gefühl, welches entsteht, wenn Magensäure in die Speiseröhre oder sogar in den Mund gelangt. Teilweise wird dieser Vorgang auch als gastroösophagealer Reflux bezeichnet. Als eigentlicher Fleisch- und Aasfresser verfügen unsere Hunde über einen sehr sauren pH-Wert in der Magensäure. 

Im Durchschnitt liegt dieser pH-Wert zwischen 1,3 und 1,5. So kann die Magensäure nämlich zuverlässig Krankheitserreger abtöten, aber auch sehr unverdauliche Nahrungsbestandteile, wie z.B. Teile von Beutetieren, verdauen. Gelangt aber diese Magensäure in die Speiseröhre, kann sie dort zu Schleimhautreizungen führen, da der Magensaft des Hundes sehr säurehaltig und enzymreich ist. Wird ein Reflux nicht behandelt, so kann es zu dauerhaften Folgeerkrankungen wie z.B. einer Speiseröhrenentzündung mit Geschwürbildung und Blutungen führen. Gerade deswegen, sollte immer abgeklärt werden, welche Ursache hinter dem Sodbrennen eines Hundes stecken kann. Größtenteils sind die Auslöser recht harmlos und lassen sich bei unseren Hunden schnell beheben. 

Wir haben dir hier einmal die Top-Ursachen zusammengestellt:

– Stress

– Falsche Fütterung (z.B. zu fettreich oder zu proteinreich)

– Allergien oder Unverträglichkeiten

– Futterumstellung

– angeborene Fehlbildungen der Speiseröhre

– Gastritis (Magenschleimhautentzündung)

– Fortgeschrittene Trächtigkeit

– Medikamente

– hormonelle Erkrankungen

– diverse Erkrankungen der Speiseröhre

– Vergiftungen

– Erkrankungen des ZNS

– Fremdkörper

– Autoimmunerkrankungen

– Viruserkrankungen

Gerade bei der Fütterung kann einiges falsch laufen. Denn z.B. bei zu großen Portionen, oder das Füttern von gewürztem Futter, löst oft Beschwerden wie Sodbrennen aus. Auch das regelmäßige Anbieten von essbaren Kauartikeln, wie Schweineohren etc., kann die Magenschleimhaut überfordern und als Folge zu Sodbrennen führen. Grundsätzlich ist es aber auch möglich, dass dein Hund einen Fremdkörper verschluckt haben kann.

Quelle:  Ocskay Mark

Symptome und Diagnose

Sodbrennen kann sich bei unseren Hunden sehr unterschiedlich äußern! Ein Hund sabbert vielleicht mehr als sonst, ein anderer hingegen zeigt deutlich, dass er unter Bauchschmerzen leidet. Damit du sicher erkennen kannst, ob dein Hund an Sodbrennen leidet, haben wir dir hier die häufigsten Symptome zusammengestellt:

– Ums Maul lecken, speicheln oder schmatzen

– Schluckauf

– Lecken an Gegenständen

– Verstärktes fressen von Gras/Erde oder diverse Dinge vom Boden, drinnen sowie draußen

– Aufstoßen oder würgen

 Erbrechen von Schaum oder Schleim

– Gekrümmte Körperhaltung oder andere Anzeichen für Bauchschmerzen

 Dein Hund frisst schlecht

– Säuerlicher Mundgeruch

Wenn du ein oder mehrere Symptome bei deinem Hund entdeckt hast, solltest du dich an einen Tierarzt wenden. In einer allgemeinen Untersuchung können schon erste Anhaltspunkte für mögliche Ursachen gefunden werden. Während dein Hund untersucht wird, wird dein Tierarzt dir einige Fragen stellen. Zu den Wichtigsten gehören u.a., ob dein Hund häufiger erbricht, oder ob er verstärkt Gras frisst. Auch, ob du in der letzten Zeit das Futter gewechselt hast, oder vielleicht andere Leckerli gegeben hast als sonst. Im Anschluss dazu können weitere Untersuchungen für deinen Hund notwendig werden. Dazu gehören u.a. Blut-, Ultraschall oder Röntgenuntersuchungen.

Therapie

Wir Hundebesitzer können einiges tun, um unseren Hund bei Sodbrennen tatkräftig zu unterstützen. Viel kannst du bereits über die Fütterung deines Hundes bewirken. Das bedeutet, gerade bei Vierbeinern, die unter Unverträglichkeiten oder Allergien gegen bestimmte Nahrungsmittel leiden, natürlich das Vermeiden dieser Futterquellen. Zu lange Pausen zwischen den Mahlzeiten, kann gerade für magenempfindliche Hunde, eine Herausforderung darstellen. Auch solltest du sicherstellen, dass dein Hund parallel dazu ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt.

Eine Futterumstellung, zusammengestellt von einem Tierarzt nach einem ausführlichen Beratungsgespräch, hilft oft schon. Achtest du bereits auf diese Dinge und dein Hund neigt dennoch zu Sodbrennen? Dann kannst du über verschiedene Nahrungsergänzungsmittel oder einem Magenschutz dazu beitragen, dass es deinem Hund besser geht. Pflanzliche Unterstützung bietet z.B. Kamille, Hopfen und Angelikawurzel. In unserem beliebten Dr.SAM “Magenfein” sind diese Kräuter enthalten, damit die Magenschleimhaut geschützt und bei der Regeneration unterstützt werden kann.

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