Braucht mein Hund ein Zeckenmittel?

Zecken sind nicht nur lästig, sondern können auch Krankheitserreger übertragen. Um das zu vermeiden, gibt es mittlerweile eine ganze Palette an Antiparasitika und Repellentien. Doch sind Zeckenmittel immer und für jeden Hund empfehlenswert?

Artikel von
Dr. Barbara Wilm
Tierarzt/Tierärztin bei Dr. SAM
Inhaltsverzeichnis

Rund um die Zecke

Dass Zecken Blut saugen und vor allem in der warmen Jahreszeit aktiv sind, weißt du wahrscheinlich schon. Doch was genau ist eine Zecke eigentlich und welche Probleme bringt ein Zeckenstich mit sich?

Was ist eine Zecke?

Zecken gehören zu den Spinnentieren, genauer gesagt zu den Milben. Nachdem eine Zeckenlarve aus ihrem Ei geschlüpft ist, entwickelt sie sich zur Nymphe und schließlich zur geschlechtsreifen adulten Zecke weiter. Für eine Blutmahlzeit lauern die verschiedenen Entwicklungsstadien ihrem Wirt (einem Menschen oder Tier) vor allem im hohen Gras auf und lassen sich von ihm abstreifen. Anschließend schneiden sie mit ihren scharfen Mundwerkzeugen die Haut ihres Wirts an und beginnen, Blut zu saugen.

Welche Zeckenarten sind relevant?

Für den Hund sind vor allem die folgenden drei Zecken von Bedeutung:

  • Holzbock (Ixodes ricinus)
  • Braune Hundezecke (Ripicephalus sanguineus)
  • zunehmend auch die Auwaldzecke (Dermacentor reticularis)

Zeckenschutz: Warum ist er ratsam?

In den meisten Fällen sind Zeckenstiche harmlos. In einigen Fällen entzündet sich die Wunde, was zu Schmerzen und Juckreiz führt. Gefährlich wird es allerdings, wenn die Zecke zuvor auf einem Tier parasitiert hat, in dessen Blut sich Krankheitserreger befunden haben: Denn dann kann sie diese Erreger auf ihren nächsten Wirt übertragen. Zu den typischen Zeckenkrankheiten des Hundes gehören:

  • Borreliose
  • Anaplasmose
  • Ehrlichiose
  • Babesiose
  • FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)

Diese Krankheiten können für Hunde nicht nur sehr gefährlich sein, sondern auch die Therapie gestaltet sich mitunter als sehr langwierig und schwierig.

Quelle: stock.adobe.com/DoraZett


Ist ein Zeckenschutz immer notwendig?

Obwohl Zecken in der warmen Jahreszeit „Hochsaison" haben, können sie auch im Winter zustechen. Vor allem, wenn ihr viel in der freien Natur unterwegs seid und dein kleiner Freund durch Wald und Wiese streift, empfiehlt sich daher ein ganzjähriger Schutz.

Mittel gegen Zecken

Medikamenten, die vorbeugend gegen Zecken wirken, kommt im Rahmen der Gesundheitsvorsorge eine entscheidende Bedeutung zu. Zeckenmittel können entweder repellierend (abwehrend) oder (akarizid) abtötend auf die Zecke wirken. Manche Präparate kombinieren auch beide Eigenschaften.

Spot-ons

Spot-on-Präparate erhältst du in kleinen Tuben (Pipetten). Um sie anzuwenden, scheitelst du das Fell deines Hundes und träufelst die Flüssigkeit anschließend auf seine Haut. Der Nacken- und Rückenbereich sind dafür besonders geeignet, damit der Hund das Medikament nicht wegschlecken oder -wischen kann, ehe es von der Haut aufgenommen wurde.

Die Wirksamkeit eines Spot-ons hält etwa drei bis vier Wochen an, anschließend muss der Schutz erneuert werden. In den ersten Tagen nach dem Auftragen sollte dein Liebling nicht baden und kein enger Körperkontakt erfolgen.

Halsbänder

Zeckenhalsbänder sind mit einem Wirkstoff versehen, der über fünf bis sechs Monate abgegeben wird und das jeweilige Tier in diesem Zeitraum vor Zeckenstichen schützt. Baden und enger Körperkontakt sind problematisch, da die Schutzwirkung eingeschränkt wird beziehungsweise du als Besitzer mit dem Wirkstoff in Kontakt kommst.

Tabletten

Kautabletten kannst du deinem kleinen Hausgenossen wie ein Leckerli verabreichen. Der Wirkstoff wird im Darm aufgenommen und verteilt sich in den gesamten Körper. Die Wirksamkeit hält für etwa einen Monat an. Nachteilig ist mitunter, dass kein repellierender Effekt vorhanden ist.

Anti-Zecken-Präparate: Risiken und Nachteile

Ehe du bei deinem Tier ein Antiparasitikum anwendest, solltest du dich in jedem Fall von einem Tierarzt beraten lassen; denn trotz der allgemein sehr guten Verträglichkeit bleibt ein Mittel gegen Zecken ein Medikament. Einige Beispiele, was bei der Auswahl beachtet werden sollte:

  • Hunde in den ersten Lebenswochen vertragen bestimmte Wirkstoffe mitunter nicht.
  • Für trächtige und säugende Hündinnen ist ein Wirkstoff erforderlich, der die Welpen nicht in Gefahr bringt.
  • Wenn dein Hund gerne badet, empfiehlt sich ein „wasserfestes" Präparat.
  • Einige Mittel sind bedenklich, wenn das Tier engen Kontakt zu Kindern hat.

Im Onlineshop von Dr. SAM findest du wirksame Spot-On-Präparate, die deine Vierbeiner zuverlässig vor einem Insekten- und Zeckenbefall schützen. Die Anwendung ist einfach und sicher: Scheitle die Haare im Nacken deines Hundes vorsichtig, sodass du seine Haut sehen kannst. Nun träufelst du den Inhalt der Spot-On-Tube direkt dort auf. Die Schutzwirkung hält für einen Monat an.


Weitere Vorbeugemaßnahmen

Gibt es Alternativen oder ergänzende Maßnahmen zur Anwendung von Zeckenmitteln? Was, wenn du doch einmal eine Zecke im Fell deines Hundes finden solltest? Hier erfährst du mehr.

Zeckenkontrolle

Allgemein empfiehlt es sich, Hunde nach jedem Spaziergang, mindestens aber zweimal am Tag auf Zecken zu untersuchen und diese umgehend zu entfernen: Da eine Zecke frühestens 12 Stunden nach dem Stich Krankheitserreger übertragen kann, lässt sich eine Infektion durch engmaschiges Absammeln theoretisch verhindern.


Praktisch ist es hingegen etwas schwieriger: Vor allem bei Hunden mit einem langen, dichten Fell werden die Parasiten nur allzu leicht übersehen. Je schwieriger sich die manuelle Zeckenkontrolle bei deinem Vierbeiner umsetzen lässt, desto wichtiger ist die konsequente Anwendung von Zeckenmitteln.

Tipp: Zecken bevorzugen wenig behaarte Körperstellen mit einer möglichst dünnen Haut. Daher solltest du den Kopf-, Ohren- und Achselbereich, die Innenschenkel und die Füße deines Hundes besonders gründlich unter die Lupe nehmen.

Zecken entfernen

Hast du eine Zecke gefunden, solltest du sie sofort behutsam entfernen. Dabei ist es sehr wichtig, dass du sie möglichst dicht am Körper des Hundes fixierst, da anderenfalls ihr Kopf abreißen kann; was eine Entzündungsreaktion zur Folge hätte. Am besten besorgst du dir schon vorsorglich eine spezielle Zeckenzange, um Zecken im Fall des Falles zuverlässig greifen zu können. Im Notfall tut es aber auch eine Pinzette.

Achtung: Der Ratschlag, an der Haut befindliche Zecken mit Öl, Nagellack oder Alkohol abzutöten, ist überholt! In ihrem Todeskampf setzt die Zecke erst recht Krankheitserreger frei.

Alternative Zeckenmittel

Vor allem im Internet kursieren unzählige Gerüchte um mögliche „pflanzliche Zeckenmedikamente" oder sonstige Alternativen zu chemischen Wirkstoffen. Der Nutzen ist meist sehr fraglich und im schlimmsten Fall bringst du deinen Vierbeiner damit sogar in Gefahr: So ist Knoblauch für viele Hunde giftig, ätherische Öle sind potenziell allergieauslösend, Kokosöl beeinträchtigt die Wärmeregulation des Körpers und Bernsteinketten bergen ein Verletzungsrisiko.

Gehe daher lieber auf Nummer sicher und greife auf ein bewährtes Präparat vom Tierarzt zurück.

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Liebe Grüße,
Dr. Barbara Wilm
- Tierarzt bei Dr. SAM

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Dr. Barbara Wilm
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