Bauchschmerzen beim Hund – wie du sie erkennst und was du tun kannst

Autor: Dr. Romina Pankow | Zuletzt bearbeitet: 28. März 2022 | Lesezeit: 10 min
Bauchschmerzen beim Hund

Dass es nach einer üppigen Mahlzeit im Bauch zwickt und zwackt, kennt sicher jeder. Auch bei unseren Hunden kann ein voller Magen zu Bauchschmerzen führen. Aber nicht immer ist die Ursache so harmlos – sie können auf eine ganze Reihe ernsthafter, manchmal sogar lebensbedrohlicher Erkrankungen hinweisen. Wie du erkennst, ob dein Hund unter Schmerzen im Bauch leidet, und was du tun solltest, erfährst du in diesem Artikel.

Ursachen

Ein schmerzender Bauch kann viele Ursachen haben. Hat der Hund zu viel oder das falsche Futter gefressen, verschwinden die Beschwerden meist von alleine wieder. Halten die Bauchschmerzen aber länger an oder kommen immer wieder, sollte unbedingt nach der Ursache geforscht werden. Oft kommen auch Durchfall oder Erbrechen hinzu. Während in manchen Fällen natürliche Mittel schnelle Abhilfe schaffen, ist in anderen der Besuch beim Tierarzt unvermeidlich. Mögliche Grunderkrankungen können zum Beispiel sein:

Futter als Ursache

Bei der Fülle der Hundefuttersorten kann es passieren, dass ein Vierbeiner bestimmte Inhaltsstoffe nicht gut verträgt oder sogar eine Allergie, also eine körpereigene Abwehrreaktion darauf entwickelt. Größtenteils wird in solchen Fällen durch eine Ausschlussdiät die ursächliche Substanz eliminiert, und eine Umstellung auf ein anderes Futter bringt nachhaltige Besserung. Eine gesunde Ernährung ist also auch für unsere Hunde wichtig.

Infekte

Bakterielle oder virale Infektionen können bei Hunden ebenfalls zu Magen-Darm-Beschwerden mit Schmerzen und Erbrechen/Durchfall führen. Der Tierarzt sollte klären, ob es sich um einen einfachen Infekt mit leicht zu behandelnden Keimen handelt oder vielleicht eine schwerwiegende Infektionskrankheit dahinter steckt. Gegen die klassischen, lebensbedrohlichen Krankheiten wie Staupe, Hepatitis, Leptospirose oder Parvovirose, die alle unter anderem auch zu ErbrechenDurchfall und Schmerzen führen können, werden die meisten Hunde regelmäßig geimpft.

Organerkrankungen

Entzündliche Erkrankungen des Magens (Gastritis) oder des Darms (Enteritis) können verschiedene Ursachen haben und äußern sich ebenfalls durch Schmerzen im Bauchraum. Aber auch eine entzündete Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) verursacht hochgradige abdominale Schmerzen und macht eine sofortige gezielte Therapie notwendig. Bei Hündinnen kann auch eine Gebärmutterentzündung für die Bauchschmerzen verantwortlich sein.

Magendrehung

Dieses von Hundehaltern zu Recht gefürchtete, hochgradig akute und lebensbedrohliche Krankheitsgeschehen kann bei allen Hunden auftreten. Meist sind aber größere Rassen eher betroffen als kleine, und die Komplikation tritt vor allem nach der Futteraufnahme auf. Der stark gefüllte Magen des Hundes dreht sich um seine eigene Längsachse, wodurch sich sowohl der Mageneingang als auch sein Ausgang verschließen. Innerhalb kürzester Zeit entsteht Gas im Magen, das nicht heraus kann. Der Bauch des Hundes wird immer dicker, hart und schmerzhaft. Oft versuchen betroffene Hunde vergeblich, zu erbrechen, und die akuten Schmerzen machen es ihnen unmöglich, sich abzulegen. Wird nicht sofort und schnellstmöglich gehandelt, führt die Magendrehung zu einem akuten Kreislaufversagen und so zum Tod des Hundes. Die einzige Maßnahme zur Lebensrettung ist eine Not-Operation.

Vergiftungen

Zahlreiche Stoffe oder Pflanzen sind für Hunde giftig. Ob Medikamente, Reinigungsmittel, viele Garten- oder Zimmerpflanzen, Schädlings- und Unkrautbekämpfungsmittel, Weintrauben oder auch Schokolade – die Liste ist lang, und mancher Vierbeiner schluckt bedenkenlos alles in sich hinein, was er erwischen kann. Ein schmerzender Bauch kann, muss aber nicht als Folge einer Vergiftung auftreten. Besteht der Verdacht, dass der Hund eine ungesunde Substanz aufgenommen hat, solltest du unbedingt deinen Tierarzt zurate ziehen.

Parasiten

Endoparasiten wie Spul– oder Bandwürmer kommen bei Hunden häufig vor und führen unbehandelt auch zu Magen-Darm-Problemen. Vor allem junge Welpen zeigen oft einen aufgeblähten, dicken Wurm-Bauch, wenn sie nicht regelmäßig gegen diese Störenfriede behandelt werden, denn eine Infektion kann bereits in der Gebärmutter oder über die Muttermilch erfolgen. Aber auch Einzeller wie zum Beispiel Giardien verbreiten sich schnell auf Hundewiesen, in größeren Zwingeranlagen oder Tierheimen und verursachen schmerzhaften, zum Teil blutigen Durchfall und Erbrechen.

Fremdkörper

Hat der Hund einen kleinen, unverdaulichen Gegenstand verschluckt, kann dieser in den engen Windungen des Darms stecken bleiben und so den Darm verschließen. Der Hund versucht vergeblich, Kot abzusetzen, und durch das sich stauende Gas wird der Bauch dicker und schmerzhaft. Auch in diesem Fall kann meist nur eine Operation helfen, den Fremdkörper zu entfernen und die Darmpassage wieder freizumachen.

Quelle:  stylefoto24

Tumorerkrankungen

Tumoren können sich praktisch in allen Organen und Geweben bilden. Häufig entwickeln sich vor allem bei älteren Hunden Zubildungen in der Leber oder der Milz, die alleine durch den raumgreifenden Prozess zu Problemen und Schmerzen beim Hund führen können.

Symptome und Diagnose

Woran erkennst du nun, ob dein Hund Bauchschmerzen hat? Leider können unsere Vierbeiner uns ja nicht einfach sagen, wo es gerade zwackt. Einige Symptome lassen sich aber erkennen, wenn du deinen Hund gut kennst und ihn aufmerksam beobachtest:

  • Der Bauch ist dick und angespannt
  • Geräusche wie lautes Rumpeln oder Gluckern sind zu hören
  • Der Hund ist abgeschlagen oder apathisch
  • Der Hund verweigert sein Futter, leckt sich auffällig die Schnauze
  • Der Rücken des Hundes ist aufgekrümmt
  • Der Vierbeiner ist unruhig, schaut sich häufig nach seinem Bauch um
  • Bei sehr starken Schmerzen nimmt der Hund die sogenannte Gebetsstellung ein: Mit dem Brustkorb geht er bei nach vorne gestreckten Vorderbeinen zu Boden, während der Hinterkörper nach oben gestreckt bleibt

Nach einer gründlichen Anamnese und Befragung zu den Veränderungen, die dir an deinem Hund aufgefallen sind, wird der Tierarzt neben der klinischen Untersuchung mit Abhören und Abtasten des Bauches entscheiden, welche weiterführenden Diagnosemethoden (Labor, Röntgen, Ultraschall) er durchführen muss, um der Ursache für die Probleme auf den Grund zu kommen und eine entsprechende Behandlung einzuleiten.

Therapie

Bauchschmerzen beim Hund sind keine eigenständige Erkrankung, sondern immer ein Symptom für ein gesundheitliches Problem. Eine Therapie richtet sich daher immer nach der jeweiligen Ursache für die Schmerzen im Bauch. Hat der Hund einfach zu viel oder das Falsche gefressen, verschwinden die Probleme oft von ganz alleine wieder oder lassen sich durch natürliche Mittel wie Ruhe, Wärme oder auch einen milden Kräutertee beheben. Besteht aber der Verdacht auf eine Erkrankung, solltest du dich an einen Tierarzt wenden.

Vorbeugung

Auch wenn du nicht alle Erkrankungen deines Hundes verhindern wirst, so kannst du doch mit ein paar Tipps einigen Problemen vorbeugen. Zur Aufrechterhaltung einer gesunden Magen-Darm-Flora etwa gibt es natürliche und pflanzliche Mittel und Futterzusätze wie zum Beispiel Dr. SAM Magenfein oder auch Dr. SAM The Only, mit denen du das Verdauungssystem deines Hundes auf natürlichem Wege stärken und unterstützen kannst.

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Zusammenfassung

Ein schmerzhafter Bauch kommt bei Hunden genau so vor wie bei uns Menschen und kann durch eine zu üppige Mahlzeit ausgelöst werden, aber auch ein Symptom für viele unterschiedliche, zum Teil schwere oder gar lebensbedrohliche Erkrankungen sein. Sind die Schmerzen sehr stark oder verhält sich dein Hund auffallend anders als normal, dann solltest du nicht lange warten und dich tierärztlich beraten lassen.

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