Spulwürmer beim Hund: Wie erkenne und behandle ich sie?

Der Spulwurm ist der häufigste Wurm des Hundes: Etwa 6 % der ausgewachsenen und 12 % der jungen Hunde in Deutschland tragen ihn in sich. Zum Problem werden Spulwürmer vor allem dann, wenn sich Welpen bei ihrer Mutter infizieren und erkranken.

Artikel von
Dr. Barbara Wilm
Tierarzt/Tierärztin bei Dr. SAM
Inhaltsverzeichnis

Dein Hund hat immer wieder Verdauungsbeschwerden? Du hast bei deinem Welpen einen aufgetriebenen Bauch festgestellt? Oder hast du eine Hündin, die Welpen erwartet? Dann solltest du dich spätestens jetzt mit dem Thema Wurmbefall und insbesondere Spulwürmer beschäftigen.

Was sind Spulwürmer beim Hund?

Der Spulwurm mit dem wissenschaftlichen Namen Toxocara canis gehört zu den Fadenwürmern (Nematoda). Er kann eine Länge von bis zu 20 Zentimetern erreichen. Die Eier des Spulwurms sind sehr robust: Sie überleben in der Umgebung bis zu drei Jahre und werden auch durch handelsübliche Desinfektionsmittel nicht abgetötet. Auf rund 14 % der öffentlichen Park- und Grünanlagen sind sie nachweisbar.

Deutlich seltener kommt bei Hunden die Spulwurmart Toxascaris leonina vor.

Ein weiblicher Spulwurm produziert jeden Tag bis zu 200.000 Eier, in denen sich bei feucht-warmem Klima innerhalb von Tagen infektiöse Larven entwickeln können.

Ansteckung und Verlauf

Vor allem im Freien können sich Hunde jederzeit mit Spulwürmern infizieren. Anschließend durchlaufen die Larven im Körper einen komplizierten Entwicklungszyklus.

Wie infizieren sich Hunde mit Spulwürmern?

Die Spulwurmeier gelangen über das Maul in den Körper des Hundes. Dies erfolgt vor allem, indem er kontaminiertes Material beschnuppert oder frisst. Als Infektionsquellen kommen zum Beispiel Naturböden, Kot und infizierte Beutetiere infrage.

Entwicklung des Spulwurms

Sobald die Eier des Spulwurms in den Darm seines Wirts gelangt sind, schlüpfen daraus die Larven. Diese nehmen nun über die Blutbahn eine Wanderung durch den Körper vor. Gelangen sie ins Lungengewebe, werden sie von dem betroffenen Tier hochgehustet und oft direkt wieder runtergeschluckt, wodurch sie in den Dünndarm zurückkehren und sich dort schließlich vermehren. Andererseits können die Larven in der Muskulatur und in verschiedenen Organen Kapseln ausbilden und in ein Ruhestadium fallen. Das Ruhestadium kann mehrere Jahre andauern.

Bei trächtigen Hündinnen werden die abgekapselten Larven reaktiviert und infizieren die Welpen häufig bereits im Mutterleib. Auch eine Infektion kurz nach der Geburt ist möglich.

Nach einer Infektion kann es mehrere Wochen dauern, bis Spulwürmer im Kot zu erkennen sind. 

Symptome und Diagnose für Hunde Spulwürmer?

Vor allem bei ausgewachsenen Hunden verläuft ein Spulwurmbefall oft komplett symptomlos. Zeigt dein Hund Beschwerden, können diese sehr unspezifisch sein. Daher kann ein Befall mit Spulwürmern nur durch eine tierärztliche Tierarzt sicher festgestellt oder ausgeschlossen werden.

Welche Symptome zeigen Hunde mit Würmern?

Bei Hunden unter sechs Monaten, deren Immunsystem noch nicht voll ausgereift ist, ist ein schwerer Wurmbefall keine Seltenheit. Auch anderweitig immunschwache Hunde können die Würmer mitunter nicht in Schach halten. Mögliche Beschwerden sind:

  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Hund erbricht
  • sichtbare Würmer im Kot, Erbrochenen oder Auswurf
  • aufgetriebener Bauch
  • Gewichtsverlust
  • Appetitmangel
  • Müdigkeit
  • Infektanfälligkeit
  • Wachstumsverzögerung
  • schlechte Fellqualität

Würmer, die erbrochen, ausgehustet oder mit dem Kot ausgeschieden werden, zeigen sich als spaghettiähnliche, weiße Fäden.

Welpen im Wachstum zeigen nicht nur häufiger Symptome, sondern können auch ernsthafte Schäden davontragen, da die Würmer ihnen Nährstoffe entziehen und Mangelerscheinungen entstehen.

Eine weitere Problematik besteht darin, dass Würmer die Wirkung von Impfungen herabsetzen können: Je stärker der Befall, desto mehr wird das Immunsystem beeinträchtigt und desto schwächer fällt die Immunantwort auf den Impfstoff aus. Daher sollten Hunde beim Impftermin immer „frisch entwurmt“ sein.

Autor: Reddogs

Wie stellt der Tierarzt die Diagnose?

Für die Diagnostik eignet sich in erster Linie die Kotuntersuchung. Es empfiehlt sich, eine Sammelkotprobe abzugeben, da die Wurmeier nicht täglich ausgeschieden werden. Wenn du über drei Tage hinweg von jedem Kotabsatz eine kleine Menge sammelst, kann der Tierarzt einen Wurmbefall relativ sicher nachweisen. Hierfür bereitet er die Sammelprobe auf und schaut sie anschließend unter dem Mikroskop an.

Auch eine Probe von Erbrochenem oder Hustenauswurf kann zur Untersuchung genutzt werden, wenn du darin wurmähnliche Strukturen entdeckt hast.

Hund-Spulwurm-Therapie

Um einen Befall mit Spulwürmern zu behandeln, genügt die Verabreichung eines Wurmmittels. Dieses kann als Paste, Tablette oder Kautablette eingegeben werden. Die heutigen Wurmmittel sind sehr gut verträglich. Sollte dein Hund einen Wirkstoff nicht vertragen, steht eine Reihe von Alternativen zur Verfügung. Bei schweren Symptomen können weitere Therapiemaßnahmen wie Infusionen und die Verabreichung von Vitaminen sinnvoll sein.

Vorbeugung gegen Spulwürmer beim Hund

Da Spulwurmeier nahezu überall aufgenommen werden können, gibt es keine sichere Vorsorgemaßnahme, um eine Ansteckung zu vermeiden. Vielmehr geht es darum, im Körper befindliche Würmer schnellstmöglich wieder loszuwerden. Dadurch beugst du nicht nur einem stärkeren Befall vor, sondern verhinderst auch, dass dein Hund infektiösen Kot ausscheidet und sich andere Tiere oder Menschen - zum Beispiel Kinder, die im Sand spielen - infizieren.

Regelmäßige Entwurmungen

Mit regelmäßigen Wurmkuren werden potenzielle Würmer frühzeitig abgetötet. Eine vorbeugende Wirkung haben Wurmkuren nicht: Sie machen lediglich Parasiten unschädlich, die ein Tier bereits in sich trägt. Die Frage, wie oft Hunde entwurmt werden sollten, lässt sich daher pauschal nicht beantworten. Eine monatliche Wurmkur unterbricht den Vermehrungszyklus von Spulwürmern sehr sicher, da sie noch während ihrer Präpatenzzeit abgetötet werden.

Letztendlich hängt der empfohlene Rhythmus aber auch vom individuellen Risiko deines Hundes und dem der Familienmitglieder ab: Leben beispielsweise immungeschwächte Menschen oder Kinder im Haushalt, sollte tendenziell häufiger entwurmt werden. Während einer Trächtigkeit, im Welpenalter, vor Impfungen und zum Schutz vor Reisekrankheiten gelten besondere Empfehlungen. Dein Tierärzteteam von Dr. SAM berät dich gerne dazu!

Regelmäßige Kotuntersuchungen

Alternativ zu vorbeugenden Entwurmungen kannst du in denselben Zeitabständen auch den Kot deines Hundes untersuchen lassen. Auch hier ist eine Sammelkotprobe wichtig, um das Risiko eines falsch-negativen Ergebnisses möglichst gering zu halten. Dennoch kommt ein solches immer wieder vor. Besonders bedenklich ist, dass ein Wurmbefall erst nachgewiesen wird, wenn dein Hund tatsächlich infektiösen Kot ausscheidet. 

Folglich sind regelmäßige Wurmkuren der zuverlässigste Weg, um einen längerfristigen Spulwurmbefall und die Ausscheidung von Eiern zu vermeiden.

Zusammenfassung für Spulwürmer bei Hunden

Spulwürmer sind die häufigsten Endoparasiten des Hundes, können aber auch andere Tiere und Menschen infizieren. Da sie nicht zwingend Symptome hervorrufen, sind regelmäßige Entwurmungen oder Kotuntersuchungen unbedingt anzuraten; insbesondere bei Welpen und vor Impfungen.

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Liebe Grüße,
Dr. Barbara Wilm
- Tierarzt bei Dr. SAM

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Dr. Barbara Wilm
Tierarzt/Tierärztin bei Dr. SAM
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