Deine Katze markiert in der Wohnung? Hintergründe und Tipps.

Autor: Dr. Romina Pankow | Zuletzt bearbeitet: 25. März 2022 | Lesezeit: 20 min
Katze markiert in der Wohnung

Das sogenannte Markieren ist Teil des natürlichen Verhaltens bei Katzen – auf markierte Möbel und Textilien verzichten wir aber lieber. In der Regel passiert es auch selten, dass eine weibliche oder kastrierte Katze markiert. Wann dies vorkommt und was du dagegen tun kannst, erfährst du hier.

Definition

Was bedeutet eigentlich Markieren bei Katzen? Im Grunde zählt das Markieren zum normalen Verhaltensrepertoire unserer Katzen: Sie nutzen dieses vorrangig, um ihr Revier zu markieren. Am häufigsten beobachten wir dieses Verhalten bei intakten, also unkastrierten, Katern. Das unerwünschte Markierverhalten ist daher auch der häufigste Grund, warum wir Katzenbesitzer uns für eine Kastration entscheiden. In selteneren Fällen setzen aber auch kastrierte oder weibliche Katzen Markierungen. Diese deuten dann eher auf Verhaltensprobleme oder Erkrankungen hin. 

Gut zu wissen: Der Unterschied zum Urinieren besteht darin, dass Katzen beim Markieren eine geringere Menge Harn absetzen und dabei eher stehen statt – wie beim Harnabsatz – zu sitzen. Außerdem bevorzugen Katzen beim Markieren vertikale Flächen.

Gründe für das Markieren

Deine Katze markiert in der Wohnung und du fragst dich, was dahintersteckt? Die Ursachen können psychischer oder physischer, also körperlicher, Natur sein. Bei männlichen, unkastrierten Katzen solltest du das Markieren als normales Verhalten betrachten. In dem Fall ist eine Kastration die wohl beste Option, um dem unerwünschten Verhalten ein Ende zu setzen. Handelt es sich bei deinem Stubentiger um eine weibliche Katze oder einen kastrierten Kater? Dann solltest du weiter auf Ursachenforschung gehen, was das Markierverhalten betrifft. Unsere Tierärzte von Dr. Sam helfen dir dabei gerne. 

Mögliche psychische Auslöser von unerwünschtem Markierverhalten bei Katzen sind:

  • starke territoriale Auseinandersetzungen mit Sozialpartnern
  • ausgeprägter Stress 
  • Verärgerung und
  • Aufregung

Zu den häufigsten körperlichen Ursachen für unerwünschtes Markieren bei Katzen zählen Erkrankungen der Harnwege: Leidet deine Katze unter einer Blasenentzündung oder einer Niereninsuffizienz (einer Funktionsstörung der Nieren), kann sie den Harn möglicherweise nicht zuverlässig halten und setzt diesen deswegen überall in der Wohnung ab. Es ist auch möglich, dass deine Katze aufgrund einer Harnwegserkrankung gar nicht merkt, dass sie Urin verliert.

Wichtig zu wissen: Wenn Katzen alt werden, leiden sie manchmal unter einer Altersdemenz. Diese geht mit Vergesslichkeit und Verhaltensveränderungen einher – beispielsweise mit Harnabsatz außerhalb der Katzentoilette. Diese Senilität wird leicht mit unerwünschtem Markierverhalten verwechselt.

Symptome und Diagnose

Steckt hinter dem Markieren deiner Katze eine Harnwegserkrankung, setzt diese eher viele kleine Mengen Urin ab. Weitere Anzeichen, die auf eine Blasenentzündung oder eine andere Erkrankung der Harnwege hindeuten, sind Blut im Urin und Schmerzäußerungen. Wenn deine Katze markiert und eine psychische Ursache unwahrscheinlich ist, wird der Tierarzt dein Haustier zunächst gründlich untersuchen. Neben einer Allgemeinuntersuchung ist es sinnvoll, eine Urinprobe zu analysieren. Möglicherweise wird der Tierarzt auch eine Blutuntersuchung, ein Röntgenbild oder ein Ultraschall des Bauchraumes vornehmen. Diese Untersuchungsmethoden eignen sich dazu, Erkrankungen der Blase und der Nieren aufzuspüren. 

Tipp: Das Sammeln einer Urinprobe für den Tierarzt funktioniert besonders gut, wenn du dafür eine alte Suppenkelle nutzt. Halte diese einfach bereit, wenn dein Stubentiger zur Katzentoilette geht. Die meisten Tiere fühlen sich von einem Sammelbecher für Urin gestört, bemerken die Suppenkeller jedoch nicht. 

Quelle:  Pixel-Shot

Therapie

Wenn es sich bei deiner Katze um einen jungen Kater handelt, der geschlechtsreif ist, stellt die Kastration die zuverlässigste Methode gegen das unerwünschte Markieren dar. Bei allen anderen Tieren – etwa weiblichen, kastrierten oder auch älteren Katzen – richtet sich die Therapie nach der jeweiligen Ursache des Markierens. Liegt eine Erkrankung vor, wird diese in Absprache mit deinem Tierarzt behandelt. So kann es etwa bei einer Blasenentzündung nötig sein, deiner Katze Antibiotika zu verabreichen. Zudem solltest du sie für eine schnellere Genesung zum Trinken animieren, etwa mit einem Trinkbrunnen. Oder du erhöhst die Wasseraufnahme mithilfe von Nassfutter.

Deine Katze markiert und du vermutest, dass dahinter seelische oder psychische Ursachen stecken? In dem Fall gibt es einige natürliche Präparate und Hilfsmittel, die für Linderung sorgen können:

  • Zylkene, ein natürliches Milchprotein, wirkt beruhigend und kann Stressauslösern entgegenwirken.
  • Pheromone, natürliche Hormone, können ebenfalls besänftigen und das Wohlbefinden steigern – etwa in Form von Zerstäubern oder Duftsteckern für die Steckdose.
  • Viele Heilkräuter werden seit Jahrhunderten zur Entspannung und Stressreduktion eingesetzt und lassen sich auch für unsere Haustiere hervorragend nutzen. 

Aber auch wertvolle Tricks aus der Verhaltenstherapie können helfen, stressbedingtem Markierverhalten bei deiner Katze entgegenzuwirken. So solltest du zunächst einmal die markierten Stellen in der Wohnung sofort gründlich reinigen. Dafür eignen sich spezielle Reiniger aus dem Zoofachhandel, die idealerweise geruchsneutralisierend sind. So merkt sich deine Katze diese Stelle zukünftig nicht automatisch als Platz zum Urinieren. Du kannst deine Katze auch beim nächsten Mal an diesem Platz füttern, um die Verknüpfung mit Fressen statt mit Urinieren zu fördern. 

Oft hilft es bereits, die Situation der Katzentoilette zu optimieren. Probiere doch mal folgende Tipps aus und schaue, ob deine Katze das Markieren dadurch aufgibt:

  • häufigeres Reinigen der Katzentoilette (täglich grob, wöchentlich mit heißem Wasser auswaschen und neues Einstreu verteilen)
  • gute, hochqualitative Einstreu nutzen
  • die Anzahl der Katzentoiletten erhöhen (Faustregel: mindestens eine mehr als Katzen im Haus wohnen)
  • Experimentiere mit der Verteilung der Katzentoiletten im Haus.

Stehen alle Katzenklos nebeneinander? Dann verteile Sie probeweise in der ganzen Wohnung. Vielleicht bevorzugt dein Stubentiger auch einen ruhigeren Ort? Steht die Toilette zu nah am Fressplatz oder am Schlafplatz? Auch ein Wechsel zwischen offenen und geschlossenen Katzentoiletten kann der Schlüssel zur Besserung des Fehlverhaltens deiner Katze sein. Hier hilft nur Ausprobieren und Beobachten.

Vorbeugung

Unerwünschtem Markieren beugst du am sichersten vor, indem du deinen männlichen Kater bereits mit spätestens sechs Monaten kastrieren lässt. Das Markierverhalten kann sich nämlich festigen, wenn es erst einmal von deiner Katze über einen längeren Zeitraum praktiziert wurde. Dann sorgt oft eine Kastration alleine nicht mehr dafür, dass das Verhalten stoppt.

Bei allen anderen Katzen kannst du vorbeugend typische Stressauslöser vermeiden, die Markierverhalten bei Katzen. Das sind beispielsweise die folgenden:

  • kleine und große Veränderungen (Umzüge, neue Familienmitglieder oder Haustiere, umgestellte Möbel usw.)
  • Futterumstellungen, Diäten
  • Einsamkeit 
  • Langeweile
  • Krankheit, Schmerz
  • Überforderung (durch Training, Lärm, Sozialpartner etc.)

Achte einmal darauf, ob solche Stressauslöser möglicherweise die Ursache für das Fehlverhalten deines Vierbeiners sind, und vermeide diese dann. Zusätzlich unterstützen kannst du deine Katze mit natürlichen beruhigenden Heilpflanzen:

In kombinierter Form liegen diese wertvollen Heilkräuter vor in RelaxCat von Dr. Sam. Dieses eignet sich nicht nur dazu, unerwünschtem Markierverhalten bei deiner Katze vorzubeugen oder entgegenzuwirken. Es lässt sich auch einsetzen, um Situationen besser zu bewältigen, die bei deinem Stubentiger Angst oder Stress auslösen.

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Zusammenfassung

Markierverhalten bei Katzen ist ein normales Verhalten, wenn es sich um geschlechtsreife Kater handelt. Bei allen anderen Katzen deuten sie auf ein tiefergehendes Problem hin: Erkrankungen, vor allem der Harnwege, kommen ebenso als Ursache infrage wie psychische Auslöser, etwa Stress oder starkes Revierverhalten. Liegen Erkrankungen vor, so müssen diese therapiert werden. Gegen Stressauslöser als Ursache, wenn die Katze markiert, kommen verschiedene natürliche Präparate infrage, etwa bewährte Heilkräuter, beruhigende Hormone oder bestimmte Milchproteine. Wichtig ist auch, Stressauslöser zu finden und zu beseitigen. Außerdem kannst du probeweise die Situation der Katzentoilette verbessern und schauen, ob sich das unerwünschte Verhalten deines Vierbeiners damit beenden lässt.

Falls Du unsicher bist, warum deine Katze markiert, nimm gerne Kontakt zu einem unserer Tierärzte von Dr. Sam auf – wir helfen Dir gerne bei der Ursachenforschung und beantworten Deine Fragen rund um Deinen Stubentiger.

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