8 Hausmittel gegen Durchfall beim Hund

Autor: Dr. Sam | Zuletzt bearbeitet: 25. März 2022 | Lesezeit: 43 min
Hausmittel für Durchfall beim Hund

Jeder Hundebesitzer ist um das Wohlergehen seines Vierbeiners bemüht. Daher will man besonders in Fällen von gesundheitlichen Beschwerden wie Durchfall umgehend Hilfe leisten und zur Besserung des Tieres beitragen. In diesem Artikel erfährt man die bewährtesten Hausmittel gegen Durchfall beim Hund, worauf man bei der Fütterung achten soll, sowie mögliche Gründe für den Hundedurchfall und wann es notwendig ist, einen Tierarzt aufzusuchen.

8 Hausmittel, die beim Durchfall des Hundes helfen können

Gerade bei kurzfristigen und leichten Verdauungsproblemen haben gewisse Hausmittel eine umgehende Wirkung bei Durchfall, da sie dabei helfen, die gestörten Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Mit den richtigen Substanzen kann vor allem bei schwachen Symptomen Soforthilfe von zu Hause aus geschaffen werden, da die Pflanzen den Selbstheilungsprozess des Tieres unterstützen. Diese dürfen aber nur angewendet werden, solange der Hund keiner Risikogruppe angehört und keinen schlimmen Anzeichen aufweist.  

1 Aktivkohle

Giftstoffe können eine Ursache von Durchfall bei Hunden sein, welche durch die Nahrung, wie beispielsweise Schokolade, aufgenommen werden können. Daher bietet sich Aktivkohle als Erste-Hilfe-Maßnahme an, da sie die besondere Fähigkeit besitzt, freigesetzte Giftstoffe zu binden und unschädlich zu machen. Aktivkohle zählt daher auch zu den Toxinbindern. Somit können Giftstoffe besser und wirkungsvoller aus dem Magen-Darm-Trakt ausgeschieden werden. Es ist daher sehr empfehlenswert, dieses Hausmittel auch in einer Reiseapotheke parat zu haben. 

Empfehlung von Dr. SAM: Die Dosierung von Aktivkohle steht beispielsweise nicht auf der Verpackung, weil man das humanmedizinsische Präparat verwendet. Deshalb sollte vor Verabreichung unbedingt Absprache mit einem Tierarzt gehalten werden. Ebenso darf Aktivkohle nicht bei allen Arten von Vergiftungen eingesetzt werden.
Unsere Tierärzte von Dr. SAM beraten dich gerne! 

2 Abgekochtes Trinkwasser

Wenn ein Hund an Durchfall leidet, scheidet er gleichzeitig viel Flüssigkeit aus, weshalb unbedingt auf eine ausreichende Wasserzufuhr geachtet werden muss. Damit wird einer Dehydrierung als auch einem Kreislaufkollaps entgegengewirkt. Dabei empfiehlt sich allerdings, das Wasser zuvor abzukochen, da somit Verunreinigungen, Bakterien und Viren entfernt werden. Kamillentee ist ein weiterer Tipp, da es zugleich eine antibakterielle Wirkung hat, welche sich förderlich bei Durchfall erweist.

3 Moro’sche Karottensuppe

Dabei handelt es sich um geschälte Karotten, welche für etwa eine Stunde in Wasser gekocht werden. Im Anschluss wird das ganze püriert und mit einer Prise Salz verfeinert. Mit der Zugabe von Wasser sollte das Hausmittel mit etwa 500 Gramm Karotten auf eine Menge von einem Liter kommen. Die Moro’sche Karottensuppe ist unter vielen Haustierhaltern als ein natürliches Antibiotikum bekannt, da bei dem Kochvorgang ein spezielles Zuckermolekül entsteht. Dieses bindet an die Innenseite der Darmwand, wodurch verhindert wird, dass sich Bakterien und Viren dort ansetzen können. Da ein erhöhter Zuckergehalt allerdings auch problematisch bei Durchfall sein kann, wird empfohlen, die Fütterung in kleinen, über den Tag verteilten Portionen an den Hund zu verabreichen. 

4 Ballaststoffe

Die Verwendung von Ballaststoffen fördert die Wiederherstellung der Darmflora. Diese Substanzen kommen in pflanzlichen Lebensmitteln vor und bestehen weitgehend aus unverdauliche Nahrungsbestandteile. Sie sind gerade bei Durchfall sehr effektiv, da die quellfähigen Pflanzenfasern große Mengen an Wasser binden und aufsaugen können. Dadurch wird eine Verbesserung der Kotkonsistenz hervorgerufen, was besonders bei akutem, flüssigem Durchfall wichtig ist. 

Folgende Substanzen eignen sich speziell für die Verfütterung von Ballaststoffen an den Hund:

  1. Flohsamen
  2. Kleie
  3. Futterzellulose

Hinweis: Bevor man Flohsamen an den Vierbeiner verabreicht, sollten diese zuvor unbedingt ausreichend in Wasser quellen. 

5 Präbiotika 

Präbiotika gehört zu häufig verwendeten Lebensmittelzusätzen, welche das Wachstum von guten Darmbakterien anregen, da sie aus löslichen Pflanzenfasern bestehen und somit als Nahrung dienen. Dank der erhöhten Vermehrung, wird die Verbreitung von schädlichen Bakterien reduziert, was sich wiederum positiv auf die Darmflora auswirkt. Ein Beispiel dafür ist Pektin, welches sich in der Schale von Äpfeln befindet. Pektin führt ebenso zu einer Kotkonsistenzverbesserung, da es Wasser bindet. Das Hausmittel kann außerdem durch Birnen- oder Karottenmus, sowie durch Flohsamenschalen aufgenommen werden. 

6 Probiotika 

In Probiotika sind lebende Mikroorganismen enthalten, welche durch das Futter oder auch durch Nahrungsergänzungsmittel vom Hund aufgenommen werden können. Die winzigen Lebewesen weisen folgende Wirkungen auf:

  • Unterstützung der Verdauung des Tieres
  • Sie konkurrieren mit schädlichen Bakterien um die Nahrung
  • Krankheitserreger werden durch den Nahrungsentzug von der Darmwand verdrängt und beseitigt
  • Stärkung der Darmwand und des Immunsystems

Ein Beispiel für solche lebenden Mikroorganismen sind etwa Milchsäurebakterien

Tipp: Um den Verdauungstrakt des Hundes bestmöglich zu unterstützen, ist es sinnvoll Präbiotika und Probiotika zu kombinieren. Dabei werden die positiven Eigenschaften der beiden Stoffe vereint, wobei sich die Wirkstoffe der Hausmittel wiederum gegenseitig ergänzen können und so dem Durchfall beim Hund präventiv entgegenwirken können.

7 Gerbstoffe 

Die Funktion von Gerbstoffen ist die Verfestigung von Eiweißen im Magen-Darm-Bereich. Dank dieser verklumpenden Wirkung bildet sich zugleich eine Schutzschicht an der Darmwand, welche einen entzündungshemmenden Effekt bewirkt und außerdem das Anheften von krankheitserregenden Bakterien und Keimen verhindert. Gerbstoffe können von Hunden besonders gut über Brennnesselblätter, Eukalyptus oder Birkenblätter aufgenommen werden. 

8 Nahrungsergänzungsmittel und Präparate gegen Durchfall

Da es bei Durchfall zu einer äußerst schnellen Ausscheidung der aufgenommenen Nahrung kommt, hat der Körper nicht die Möglichkeit, die lebensnotwendigen Nährstoffe herauszufiltern und zu verarbeiten. Dadurch kann es schnell einmal zu einem Mangel kommen, unter anderem gehört der Verlust an Energie dazu. Um dieses Defizit auszugleichen, gibt es bestimmte Präparate, welche beispielsweise Zuckermoleküle enthalten, und somit einer Energieknappheit entgegenwirken. Auch der Verlust von wichtigen Elektrolyten kann auf diese Art und Weise ausgeglichen werden. 

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Worauf muss man bei der Fütterung von Hunden bei Durchfall achten?

Da der Magen-Darm-Trakt eines Hundes beim Vorhandensein von Durchfall bereits stark beansprucht ist und sich in einem gestörten Gleichgewicht befindet, gibt es ein paar Vorkehrungen, die man als Besitzer treffen kann, welche sich schonend auf das Tier auswirken können. Allerdings muss man dabei stets auf die Reaktionen des Vierbeiners, bezüglich der getroffenen Maßnahmen, achten, da jedes Tier unterschiedlich darauf ansprechen kann und nicht jede Vorkehrung für jeden Hund sinnvoll und geeignet ist. 

Verzicht auf Leckerlis und Kauknochen

Um den Magen des Hundes bei Durchfall zu schonen, sollte umgehend auf Leckerlis, Kauknochen und derartige Fütterungen verzichtet werden. Diese Maßnahme sollte für die ersten Tage, nach Auftreten von Durchfall, streng eingehalten werden. Denn andernfalls kann es zu einer Überlastung des Magen-Darm-Trakts kommen, wodurch erneuter Durchfall entstehen kann. 

Diät

Oft bewährt sich eine strenge Diät bei Hundedurchfall. Gerade in den ersten 12 bis 24 Stunden sollte bei vorhandenem Durchfall bestmöglich auf Nahrung verzichtet werden. Dadurch wird der Magen schonend entleert, kann sich erholen und das gestörte Darmgleichgewicht kann wieder ins Lot gebracht werden. Denn in dem Futter enthaltene Nährstoffe ziehen das Wasser regelrecht in den Darm, da sie eine osmotische Wirkung haben. Dies kann den Durchfall verstärken, da der Darm das Wasser loswerden muss, um arbeiten zu können. 

Allerdings sollte der Hund unter keinen Umständen länger als 2 Tage fasten, da andernfalls Schäden der Darmwandzellen entstehen können. Ebenfalls muss man als Besitzer während der Diät auf eine ausreichende Wasserzufuhr achten, da der Körper, aufgrund des Durchfalls, viel Flüssigkeit verliert. Sollte der Hund von sich aus nicht regelmäßig trinken, so muss er dazu aufgefordert und animiert werden.

Achtung: Bei Welpen und bereits geschwächten Hunden sollte keine strenge Diät angewendet, sondern bestenfalls ein Tierarzt kontaktiert werden! 

Schonkost

Bevor man den Hund wieder mit seiner gewohnten Nahrung zu füttern beginnt, ist es ratsam den Magen langsam wieder an die Essensaufnahme zu gewöhnen und ihn Schritt für Schritt heranzuführen. Dies wird mit einer Schonkost gewährleistet, welche nach dem Fasten 3 bis 7 Tage lang angewendet werden kann. Diese Maßnahme darf allerdings nicht über die empfohlene Dauer hinaus angewendet werden, da dadurch der lebensnotwendige Vitamin- und Nährstoffbedarf nicht zur Gänze abgedeckt wird. Vor allem bei Tieren, welche mit dem Nahrungsentzug nicht zurechtkommen, ist Schonkost aber ein guter Ersatz. Dazu bieten sich folgende Möglichkeiten optimal an: 

  • Magerquark
  • Gekochter Reis
  • Hüttenkäse
  • Kartoffeln

Hinweis: Falls eine Unverträglichkeit auf Laktose bekannt ist, muss diese auch hier unbedingt beachtet und auf andere Alternativen, wie gekochte Haferflocken, zurückgegriffen werden.

Es gibt aber auch die Möglichkeit, bereits fertige Schonkost bei einem Tierarzt oder im Handel zu kaufen. Egal woraus die Schonkost schlussendlich besteht, sollte sie in kleinen, über den Tag verteilten Portionen verfüttert werden. Nach frühestens 3 Tagen kann man probieren, die Nahrung wieder auf das gewohnte Hundefutter umzustellen. 

Empfehlung von Dr. SAM: Speziell bei Hunden, welche bereits an einer Allergie leiden oder allergieverdächtig sind, steigt bei vorhandenem Durchfall das Risiko einer Allergieentwicklung. Deshalb bietet sich in solchen Fällen eine sogenannte Opferprotein-Fütterung an, welche nur aus einer, meist exotischen, Eiweißquelle besteht. Hier ist es ebenfalls empfehlenswert, vorab mit einem Experten von Dr. SAM Rücksprache zu halten! 

Rezept

Wenn man sich als Besitzer dazu entscheidet, selbst die Schonkost für den Hund vorzubereiten, ist hier ein einfaches Rezept für einen Klassiker. Die Mengenangaben müssen je nach Größe und Gewicht des Tieres angepasst werden. 

  1. Weich gekochtes Hühnerfleisch
  2. Hüttenkäse
  3. Gekochter Reis

Das Hühnerfleisch und der Hüttenkäse sollten in etwa die gleiche Menge ergeben, wobei der Reis ungefähr auf die doppelte Ration eingeplant werden kann.  

Hinweis: Der Reis sollte allerdings im Wasser ohne Salzzugabe gekocht werden!

Zeigt ein Hund kaum Appetit, kann man es auch damit versuchen:

  1. Hüttenkäse oder Magerquark
  2. Etwas Honig

Hinweis: Falls ein Hund, aufgrund von körperlichen Erkrankungen oder anderen Beschränkungen, auf ein spezielles tierärztliches Diätfutter angewiesen ist, sollte dieses auf keinen Fall ohne Rücksprache mit dem Tierarzt gewechselt werden.

Unterscheidung zwischen akutem und chronischem Durchfall

Das Auftreten von Durchfall ist bei Hunden keine Seltenheit. Er entsteht aufgrund von verschiedener Auslöser, welche sich auf den Darm auswirken. Dadurch wird eine Störung des Magen-Darm-Trakts hervorgerufen, wodurch eine erhöhte breiige oder sogar flüssige Ausscheidung entsteht. Durchfall ist trotz des häufigen Vorkommens ernst zunehmen, da der Hund dabei nicht in der Lage ist, die aufgenommenen Nährstoffe aus der Nahrung zu verwerten, weshalb es zu Mangelerscheinungen kommen kann. Grundsätzlich wird bei Durchfall zwischen akut und chronisch unterschieden. 

Akuter Durchfall

Akuter Durchfall zeichnet sich dadurch aus, dass er plötzlich auftretet. Meist in etwa für 1 bis 2 Tage. Die möglichen Ursachen werden dabei in folgende drei Kategorien gegliedert:

  1. Eine Magen-Darm-Erkrankung 
  2. Ein Problem, welches sich außerhalb des Magen-Darm-Trakts befindet
  3. Aufgenommene Substanzen

Gerade bei akutem Durchfall sollte der Hund gut im Auge behaltet und der weitere Verlauf beobachtet werden, um die richtigen Vorkehrungen treffen zu können. 

Chronischer Durchfall

Durchfall wird als chronisch bezeichnet, wenn er mindestens 14 Tage anhaltet und in einem längeren Zeitraum wiederholt auftretet. Diese Form kann durch eine Vielzahl von Erkrankungen des Tieres ausgelöst werden. In solchen Fällen sollte unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden, welcher durch Verwendung spezieller Austestungen, die mögliche Ursache herausfinden kann. Ein eventueller Grund kann eine Nahrungsmittelunverträglichkeit sein. Meist werden auch entsprechende Darmpräparate, welche die Darmbakterien unterstützen, verabreicht. 

Mögliche Gründe für Durchfall bei Hunden

Die Ursachen von Durchfall können bei Hunden ganz unterschiedlich ausfallen. Daher ist es als Besitzer ziemlich schwierig entscheiden zu können, ob es sich dabei um einen harmlosen Grund oder möglicherweise um eine ernsthafte Erkrankung handelt. In manchen Fällen bewährt es sich, Ruhe zu bewahren und über mögliche Ursachen nachzudenken

Die folgende Liste soll dabei helfen, eventuell den Grund ausfindig zu machen. Ebenfalls sind die folgenden Punkte in harmlose und ernsthafte Ursachen unterteilt, um eine entsprechende Differenzierung zu erleichtern: 

Harmlose Gründe

  • Verschmutztes, unsauberes Trinkwasser
  • Verdorbene, schlechte Lebensmittel
  • Zu schnelle Ernährungsumstellung
  • Qualitativ schlechtes Futter, Hygienemängel
  • Zu große Portionen, Überfressung
  • Verschluckter Fremdkörper
  • Vergiftung durch Giftpflanzen, -köder, Lebensmittel
  • Unverträglichkeit, Allergien
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • Psychische Ursachen von Stress, Angst, Nervosität

Ernsthafte Gründe

  • Virusinfektion
  • Infektion mit Giardien
  • Parasitenbefall durch Würmer oder Einzeller
  • Chronische Entzündung im Magen-Darm-Bereich
  • Hormonelle Erkrankung
  • Stoffwechselerkrankung
  • Erkrankung der inneren Organe
  • Krebs, Tumor

Hinweis: Hierbei handelt es sich nicht um die vollständige Auflistung von möglichen Gründen für den Hundedurchfall – diese findet man in unserem Hauptartikel Durchfall beim Hund.

Sollte die geglaubte Ursache des Durchfalls in der Liste gefunden worden sein, so muss unbedingt beachten werden, dass sich jeder harmlose Grund auch zu einer ernsthaften Situation entwickeln kann, welche unter keinen Umständen unterschätzt werden darf. Daher gilt es, den Hund stets zu beobachten und bei Unsicherheiten lieber auf Nummer sicherzugehen und einen Tierarzt aufzusuchen.

Präventionsmaßnahmen und Vorbeugungen gegen Durchfall bei Hunden 

Natürlich kann man einen Hund nicht vor allen Durchfall auslösenden Faktoren, wie Erkrankungen oder Entzündungen, beschützen. Dennoch kann man in manchen Situationen gewisse Vorkehrungen treffen, damit man Durchfall vorbeugen kann. Folgende Maßnahmen können dabei helfen:

Auf die Fütterung achten:

  • Qualitativ gutes Futter mit wichtigen Inhalten für die Darmflora
  • Haltbarkeitsdatum überprüfen
  • Angepasste Portionen
  • Fett und Kohlenhydrate in geringen Mengen
  • Keine rasche Nahrungsumstellung
  • Keine Speisereste verfüttern
  • Bei empfindlichen Hunden auf Kauknochen und Leckerlis verzichten
  • Sauberes, frisches Trinkwasser

Sonstige Maßnahmen:

  • Regelmäßige Kottests
  • Stress vermeiden
  • Auf Giftköder beim Spazierengehen achten
  • Giftpflanzen aus der Wohnung entfernen
  • Geeignete Hausmittel gegen Durchfall beim Hund zu Hause zu haben
  • Verwandten klare Anweisungen bezüglich der Fütterung geben

Welche Begleitsymptome sind bei Hundedurchfall üblich?

Zum bereits ohnehin unangenehmen Vorhandensein von Durchfall können manchmal sogar weitere Symptome begleitend auftreten. Diese zeigen sich jedoch schnell bemerkbar. Dazu zählt unter anderem:

  • Trägheit
  • Unwohlsein
  • Appetitlosigkeit
  • Blähungen
  • Bauchschmerzen
  • Magenkrämpfe
  • ungewohnte Darmgeräusche
  • Fieber

Manche Symptome können auch als Folge von Dehydrierung auftreten, welche bei ernsthaftem Durchfall bei Hunden entstehen kann. Wie bereits zuvor erwähnt, ist als Besitzer auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten und gegebenenfalls muss das Tier sogar zum Trinken animiert werden. Ob der Vierbeiner einen zu niedrigen Wassergehalt hat, kann durch folgende Tipps festgestellt werden.

  1. Kontrolle der Maulschleimhaut: sollten diese ausgetrocknet, klebrig oder rosa sein, weist dies auf einen zu niedrigen Wassergehalt hin.
  2. Hautfaltentest: legt sich eine angehobene Hautfalte nur langsam wieder, so ist dies ebenso ein Zeichen für Austrocknung. Für gewöhnlich sollten sich Falten nämlich schnell wieder legen.
  3. Kontrolle der Augen: diese können unter Vorhandensein von Dehydrierung eher eingefallen wirken. 

Wann ist ein Besuch beim Tierarzt ratsam?

Sobald ein Hund Durchfall aufweist, muss dieser und mögliche weitere Symptome unbedingt im Auge behalten werden. Denn in manchen Fällen bedarf es umgehend einen Besuch beim Tierarzt, da auch gefährliche Ursachen dahinter stecken können. Denn Vergiftungen oder eine Infektion von Giardien, welche sich durch schleimigen Durchfall beim Hund ersichtlich zeigt, sind ebenso mögliche Gründe. Besonders bei Welpen, älteren und bereits erkrankten Tieren muss sofort gehandelt werden, da diese leichter zu Dehydrierungen neigen, was zudem schwere Folgen mit sich bringen kann und der Nährstoffverlust besonders für Junghunde schädlich ist. Sobald der Vierbeiner länger als 24 Stunden Symptome, zusätzlich zu Durchfall, aufweist, ist Vorsicht geboten und es empfiehlt sich, einen Tierarzt zu rate zu ziehen. 

Bei folgenden Symptomen sollte, wenn möglich noch am selben Tag, ein Experte aufgesucht werden:

  • Unruhe, Abgeschlagenheit
  • Zittern
  • Appetitlosigkeit
  • Sehr wässriger Durchfall, da es einen hohen Flüssigkeitsverlust zur Folge hat
  • Blutiger Durchfall
  • Schleimiger Durchfall
  • Erbrechen
  • Fieber

Die richtige Vorbereitung vor Besuch beim Tierarzt

Da die Diagnose von Durchfall aufgrund der Vielzahl von Ursachen oftmals sehr schwierig sein kann, ist es vor Antritt des Arztbesuches hilfreich, sich bereits richtig vorzubereiten. Dazu gehört das Ausschließen von möglichen Symptomen, also auch das Mitbringen einer Kotprobe. Ebenso sollte man Informationen zum bisherigen Auftreten und Verlauf des Durchfalls bereit haben. Zu diesen Angaben zählt zum Beispiel der Zeitpunkt des Erstauftretens, die Häufigkeit, die Nahrungszufuhr, Futtergewohnheiten oder eventuelle Auslandsaufenthalte. 

Aufgrund der Kotprobe und sämtlicher Informationen kann der Tierarzt eine bestmögliche Diagnose feststellen. Dafür werden verschiedene Verfahren, wie Urin- oder Bluttests durchgeführt.

Fazit

Durchfall stellt bei Hunden keine Seltenheit dar, weshalb ein Besitzer darauf gefasst sein muss, dass es auch das eigene Tier betreffen kann. Dieser tritt meist unerwartet und plötzlich, also akut, auf oder aufgrund von chronischen Ursachen. Es gibt allerdings bestimmte Maßnahmen und Präventionsmöglichkeiten, welche eingesetzt werden können, um den verschiedensten Auslösern vorzubeugen. Sollte es dennoch zu Durchfall beim Hund kommen, können verschiedene Hausmittel angewendet werden, welche unterschiedliche Wirkungen aufweisen. Dazu zählen unter anderem Aktivkohle, die Moro’sche Karottensuppe, Probiotika und viele mehr. Es empfiehlt sich also als Hundebesitzer, sich mit solchen Hausmitteln gut auszustatten, um sofortige Hilfe vor Ort aus bieten zu können. Ebenso sollte auf die richtige Fütterung bei Durchfall geachtet werden und man sollte wissen, wann umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden soll. Dies ist besonders bei bestimmten Anzeichen, Symptomen die bereits länger als 24 Stunden vorhanden sind oder vor allem bei betroffenen Welpen der Fall. Denn hinter Durchfall können auch schwerwiegende Erkrankungen stecken und Vorsicht ist bekanntlicherweise besser als Nachsicht. 

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