Borreliose beim Hund - Eine unterschätzte Gefahr?

Parasitenprophylaxe ist ein häufiges Gesprächsthema unter Tierärzten und Tierbesitzern. Ektoparasiten (wie z.B. Zecken), können verschiedene Infektionskrankheiten übertragen und für unsere Hunde dadurch gefährlich werden. Bei einer dieser Krankheiten handelt es sich um die Borreliose, welche durch Zecken übertragen wird. Aber wie erkennst du, ob dein Hund womöglich unter Borreliose leidet?

Artikel von
Dr. Christian Dimitriadis
Tierarzt/Tierärztin bei Dr. SAM
Inhaltsverzeichnis

Definition

Die Borreliose wird durch die sogenannten Borrelien ausgelöst. Dabei handelt es sich um schraubenförmige Bakterien. Zu den relevanten Unterarten gehören beispielsweise:

  • Borrelia burgdorferi sensu stricto
  • Borrelia afzelii
  • und Borrelia garinii

Die Ansteckung erfolgt über Zeckenbisse. Dass Zecken Borreliose übertragen können, ist den meisten Menschen bekannt. Aber wusstest du, dass sich auch Hunde mit dem Erreger infizieren können? Es wird vermutet, dass die Zeckenkrankheit bei unseren Vierbeinern eine weitaus größere Rolle spielt als bisher angenommen. Da die Symptome sehr unspezifisch sind, bleiben die Borrelien als Ursache oft lange unentdeckt.

Ursache

Abhängig von der Region sind in Deutschland zwischen fünf und 50 Prozent der Zecken mit Borrelien infiziert; im Durchschnitt ist es jede dritte. In der Folge sind je nach Region fünf bis 20 Prozent aller Hunde bereits mit dem Erreger in Kontakt gekommen. Dies lässt sich durch eine Antikörperbestimmung im Blut nachweisen.

Die Borrelien halten sich im Darm der Zecke auf. Nachdem diese zugebissen hat und aufgenommenes Blut in ihren Darm gerät, werden die Bakterien aktiv: Sie dringen in die Speicheldrüsen der Zecke vor und gelangen von dort aus in die Bisswunde. Dies ist 16 bis 24 Stunden nach dem Biss der Fall. Wird die Zecke in diesem Zeitraum entfernt, hat also noch keine Erregerübertragung stattgefunden.

Eingedrungene Borrelien gelangen über den Blutkreislauf in verschiedene Körperregionen, insbesondere in die Gelenke.

Im Onlineshop von Dr. SAM findest du wirksame Spot-On-Präparate, die deine Vierbeiner zuverlässig vor einem Insekten- und Zeckenbefall schützen. Die Anwendung ist einfach und sicher: Scheitle die Haare im Nacken deines Hundes vorsichtig, sodass du seine Haut sehen kannst. Nun träufelst du den Inhalt der Spot-On-Tube direkt dort auf. Die Schutzwirkung hält für einen Monat an.

Symptome und Diagnose

Nicht alle Hunde, die sich mit Borrelien infizieren, erkranken letztendlich auch daran. Ihr Anteil ist aber höher, als in der Vergangenheit angenommen wurde: Experten vermuten, dass bis zu ein Drittel aller infizierten Hunde Beschwerden entwickelt.

Ebenso wie beim Menschen zeigen sich deutlich zeitversetzt (nach etwa vier bis sechs Wochen) unspezifische Symptome. Die Top 6 Symptome für Borrelien:

  • Mattigkeit
  • Appetitlosigkeit (Inappetenz)
  • Fieber
  • Bewegungsunlust
  • Gelenkschmerzen und Gelenkentzündung (Arthritis)
  • Lymphknoten- und Gelenkschwellung
  • Muskelschmerzen
  • Wechselnde Lahmheiten

Die normale Körpertemperatur des Hundes liegt zwischen 37,5° und 39,0° C. Eine Borrelieninfektion verursacht Fieber von bis zu 40,5° C. Dementsprechend reduziert ist das Allgemeinbefinden der erkrankten Hunde. Betroffene Hunde scheinen lustlos und müde. Oft wird die Nahrung oder das Trinken verweigert.

Werden die Borrelien als Ursache nicht erkannt und behandelt, kann es nach mehreren Wochen bis Monaten zu einem zweiten Krankheitsschub mit erneuten Allgemeinsymptomen kommen. Insbesondere beim Aufstehen und „Anlaufen“ zeigen viele betroffene Hunde Beschwerden. Oft sind im Wechsel verschiedene Gelenke entzündet, sodass erkrankte Hunde mal auf dem einen, mal auf dem anderen Bein lahmen. Auch Schwellungen und Druckempfindlichkeit der Gelenke sind mögliche Folgen der Entzündungsprozesse.

Besonders häufig sind die Ellenbogen- und Kniegelenke sowie die Gelenke im Pfotenbereich betroffen.

Bei schweren Verlaufsformen zeigen erkrankte Hunde teilweise einen "Katzenbuckel".

In einigen Fällen kommt es zu einer sogenannten Glomerulonephritis, einer bestimmten Form der Nierenentzündung. Gehäuft ist dies bei Berner Sennenhunden, Labradoren und Golden Retrievern der Fall. Daher sollten bei einem Borrelioseverdacht auch die Nieren untersucht werden; und umgekehrt Borrelien als Ursache für Nierenentzündungen in Betracht gezogen werden.

Die Diagnose kann durch einen Schnelltest beim Tierarzt erfolgen. Hierfür wird dem Patienten eine kleine Menge Blut entnommen. Im Anschluss kommt ein sogenannter C6-Antikörpertest zum Einsatz: Er kann eine akute Infektion nachweisen oder ausschließen. Gleichzeitig müssen unbedingt andere mögliche Ursachen für die Beschwerden abgeklärt werden.

Je früher die Diagnosestellung erfolgt, desto besser ist die Prognose. Wenn dein Vierbeiner keine Zeckenprophylaxe bekommt und die genannten Symptome zeigt, solltest du ihn vorsichtshalber auf Borrelien testen lassen. Das Team von Dr. SAM berät dich gerne dazu, ob der Bluttest im Fall deines Hundes sinnvoll ist.

Therapie

Betroffene Hunde müssen über mindestens vier Wochen mit einem geeigneten Antibiotikum behandelt werden. Dieses tötet die Borrelien ab.

Die erste Immunreaktion mit Fieber und Abgeschlagenheit klingt nach ein bis zwei Tagen von selber ab. Dies ist meist trügerisch, da der Besitzer den Eindruck gewinnt, es sei wieder alles in Ordnung. Erfolgt jedoch keine antibiotische Therapie, kommt es häufig nach mehreren symptomfreien Wochen bis Monaten zum zweiten Schub mit Beschwerden am Bewegungsapparat. Auch diese Symptome verschwinden meist nach einigen Tagen von allein. Es sind jedoch jederzeit weitere Schübe möglich, deren Dauer und Ausmaß nicht vorhersehbar ist.

Dieses Risiko solltest du keinesfalls eingehen: Je früher du im Falle einer Borreliose mit der Therapie beginnst, desto besser stehen die Chancen auf eine Ausheilung. Anderenfalls können die Beschwerden chronisch werden und deinem vierbeinigen Familienmitglied lebenslang Probleme bereiten. Da die betroffene Hunde meistens Schmerzen haben, sollten zusätzlich Entzündungshemmer bzw. Schmerzmittel eingesetzt werden.

Vorbeugung

Die effektivste Vorbeugemaßnahme besteht darin, den Hund vor Zeckenbissen zu schützen. Eine anderweitige Form der Übertragung ist nicht möglich.

Spot-Ons und Zeckenhalsbänder schützen Hunde und Katzen vor einem Befall mit Zecken: Die enthaltenen Wirkstoffe verteilen sich in der Haut des Tieres. Lässt sich nun eine Zecke darauf nieder, hindert der Wirkstoff sie entweder am Stechen oder tötet sie ab.

Nach dem Aufenthalt im Freien solltest du deine Hunde grundsätzlich auf einen Zeckenbefall untersuchen. Wenn du eine Zecke entdeckst, entferne sie möglichst sofort. Hierzu eignen sich spezielle (Zecken-)Pinzetten oder Zeckenhaken. Wir haben hierzu einen Artikel verfasst.


Auch eine Impfung gegen die drei genannten Borrelioseerreger steht zur Verfügung. Besprich mit einem Tierarzt bei Dr. SAM, ob sie im Fall deines Hundes angezeigt ist. Die Wirksamkeit einer Borreliose Impfung ist allerdings sehr umstritten.

Bist du dir unsicher und würdest du gern mehr über Dr. SAM erfahren - klicke einfach den Link an und erhalte weitere Einblicke in unsere Arbeit.

Liebe Grüße,
Dr. Christian Dimitriadis
- Tierarzt bei Dr. SAM

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Dr. Christian Dimitriadis
Tierarzt/Tierärztin bei Dr. SAM
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