Fieber beim Hund: Erkennen und behandeln

Hat ein Hund Fieber, bringt er diesen schnell zum Ausdruck. Fieber ist keine Krankheit, sondern ein Symptom und meistens ein Zeichen für andere Erkrankungen.


Artikel von
Christian Dimitriadis
Tierarzt bei Dr. SAM
Inhaltsverzeichnis

Definition:

Fieber (medizinisch Pyrexie) ist eine erhöhte Körpertemperatur, die zeigt, dass das Immunsystem aktiver ist.

Die normale Körpertemperatur bei deinem Hund, kann je nach Aktivität und Aufregung unterschiedlich sein, variiert aber zwischen 38 – 39 °C.

Die normale Körpertemperatur beim Menschen beträgt 36 – 37 °C und somit haben unsere Lieblinge eine deutlich höhere Körpertemperatur als wir. Dein Hund hat also Fieber, wenn seine Körpertemperatur über 39,6 °C gestiegen ist.

Bei Fieber unterscheidet man zwischen akut (bis 14 Tage) und chronisch(14 Tage oder mehr).

Steigt die Körpertemperatur über 41,5 °C kann es sogar schädlich für deinen Hund werden. Bei Welpen ist dann häufig eine Infusion nötig sein, da es sonst lebensgefährlich werden kann. Welpen neigen dazu auszutrocknen!

Ursache:

Fieber ist auch beim Hund ein körpereigener Abwehrmechanismus. Durch die Temperaturerhöhung läuft das Immunsystem deines Hundes auf Hochtouren. Die Abwehrkräfte aktivieren sich und bekämpfen Entzündungen schneller als sonst. Außer Krankheitserreger können aber auch Organprobleme oder andere Ursachen, Fieber hervorrufen. Das sind die Top 6 Gründe weswegen dein Hund Fieber haben könnte:

  1. Virale Infekte: Hat dein Hund andere Symptome außer Fieber? Hunde können wie Menschen eine Grippe haben. Normalerweise ist aber Fieber nicht das einzige Symptom. Bei einer Mandelentzündung kann Husten, Würgen oder Schnupfen ein Begleitsymptom sein. Ist dein Hund innerhalb der letzten 24-48 Stunden geimpft worden? Impfungen können bei Hunden auch Fieber verursachen. Auch Zwingerhusten (Infektiöse Tracheobronchitis) kann Fieber verursachen. Meistens ist dieser von einem trockenen Husten begleitet. Dein Hund hat ein erhöhtes Risiko an Zwingerhusten zu erkranken, wenn er viel Kontakt zu anderen Hunden hat und nicht geimpft ist (Hundeschule, Tierheim).
  2. Bakterielle Infektionen: Auch bei bakteriellen Entzündungen kann dein Hund Fieber kriegen. Lungen-, Darm- Leber-, Haut- , Blasen- oder Herzentzündungen könnten der Grund dafür sein. Bakterien können sich auch durch die Umwelt mittels Kontaktinfektion übertragen werden. Auch bakterielle Entzündungen im Mundbereich oder Abszesse können Fieber verursachen. Zum Beispiel, wenn dein Liebling von einem anderen Hund gebissen wurde, kann sich so ein fieberhafter Abszess entwickeln! Hatte dein Liebling schon öfter Zecken? Infektionen durch Bakterien, die durch Zecken übertragen werden (wie Erreger der Borreliose, Ehrlichiose oder Anaplasmose), können auch Fieber verursachen. Hast du eine unkastrierte Hündin? Eine Gebärmutterentzündung könnte auch in Frage kommen.
  3. Aufnahme von Toxinen oder Gift: Scheckenkorn verursacht bei deinem Hund Fieber, wenn es aufgenommen wurde! Schneckenkorn ist ein Ungeziefervernichtungsmittel, was im Garten gegen Schneckenplagen verwendet wird. Andere gefährliche Stoffe sind Frostschutzmittel oder Xylitol. Xylitol ist ein Lebensmittelzusatzstoff und dienst als Ersatz zu Zucker. Sehr häufig findet man diesen in Kaugummis oder in Desserts als Süssungsmittel.
  4. Parasiten: hierzu gehören Darmparasiten sowie Einzeller (Giardien). Auch hier spielen Parasiten, die durch Zecken übertragen werden (Erreger der Babesiose) eine sehr große Rolle.
  5. Chronische Entzündungen
  6. Immunbedingte Erkrankungen oder Tumoren: hierzu gehört u.a die Hirnhautentzündung des Junghundes (granulomatöse Meningoenzephalitis)
Wenn dein Hund nicht geimpft ist, können bestimmte Viren wie die Parvovirose, Staupe, Ansteckende Leberentzündung der Hunde (Hepatitis contagiosa Canis) oder Leptospirose lebensgefährlich sein!

Symptome und Diagnose:

Tipp: Du kannst nur sicher sagen, dass dein Hund Fieber hat, wenn du die Körpertemperatur gemessen hast. Das machst du am besten rektal (im Po). Ohrthermometer geben keine zuverlässige Temperaturangaben und die Werte variieren sehr stark. Medizinisch unterscheidet man zwischen einer Körperkern- und Körperoberflächentemperatur. Eine heiße Nase, warme Ohren oder ein warmer Bauch ist kein sicheres Anzeichen von Fieber! Du kennst es bestimmt selber, dass dein Gesicht warm wird, wenn du Joggen warst. Da ist nur die Körperoberflächentemperatur erhöht, es heißt aber nicht, dass du Fieber hast.

Wenn du kein Thermometer zu Hause hast, können folgende Symptome auf Fieber hindeuten:

  • Müdigkeit
  • Abgeschlagenheit
  • Appetitlosigkeit
  • Aggressivität
  • Durst
  • Trockene Nase
  • Zittern
  • Schnelle Atmung bzw. Hecheln
  • Verkriechen
  • Liegen auf dem kalten Boden

Therapie:

Beim Fieber sollte immer die Ursache gefunden werden, um ein erneutes Vorkommen zu verhindern. Hast du schon den Körper deines Hundes untersucht ob irgendwo Verletzungen sind? Hat er in letzter Zeit mit Stöcken gespielt? Wenn ja, dann solltest du einmal im Maul nachschauen ob Verletzungen vorkommen.

Dein Hund reguliert nicht seine Körpertemperatur durch das Schwitzen, so wie Menschen, sondern durchs Hecheln. Auch der Kontakt mit dem Boden stellt beim Hund eine Möglichkeit dar, Wärme abzugeben.

  • Ein kühler Boden, so wie ein dunklerer Raum, ist immer die beste Maßnahme, um das Fieber beim Hund effektiv zu senken.
  • Biete deinem Hund genügend Wasser an und vergewissere dich, dass er genügend trinkt. Hunde mit Fieber neigen dazu auszutrocknen!
  • Dusche nie deinen Hund mit eiskaltem Wasser ab! Das könnte dazu führen, dass er einen Kreislaufkollaps kriegt! Lege stattdessen feuchte Tücher auf dem Bauch oder Nacken.
  • Vitaminreiche Nahrung und viel Ruhe stärken das Immunsystem und helfen deinen Vierbeiner.
Gib deinem Hund nie Ibuprofen, Aspirin oder sonstige Schmerzmittel aus der Humanmedizin. Das kann für deinen Hund tödlich sein!

Wenn du das Gefühl hast, dass es deinem Hund immer schlechter geht, schlapper wird oder keine Flüssigkeit mehr aufnimmt muss dein örtlicher Tierarzt ein Fiebersenker spritzen. Bei bakteriellen Infektionen müssen geeignete Antibiotika verschrieben werden.

shutterstock.com / De Repente

Vorbeugung:

Gegen bestimmte virale Erkrankungen ist der Hund nur geschützt, wenn er geimpft ist. Dazu gehört die Staupe, die Ansteckende Leberentzündung, die Parvovirose sowie der Zwingerhusten. Eine Impfung bietet zwar nie einen 100% Schutz, allerdings ist dein Hund schon mit Antikörpern gewappnet, wenn er mit dem Virus in Kontakt kommen sollte. Achte darauf, dass dein Hund immer geimpft ist!

Es gibt auch Impfstoffe gegen Borrelien die durch Zecken übertragen werden oder Impfstoffe gegen Leptospiren. Der Kosten-Nutzen-Faktor ist allerdings hoch umstritten.

Am besten ist es deinen Hund vor Zecken zu schützen so, dass eine Übertragung kaum stattfinden kann

Manche Futtermittelzusatzstoffe sorgen dafür, dass das Immunsystem deines Lieblings gestärkt wird und Keime effektiver abgewehrt werden. Wir beraten dich gerne dazu!

Bissverletzungen sind in der Regel gut behandelbar, aber nicht ungefährlich. Wenn dein Hund allerdings öfter Verletzungen durch Rangkämpfe hat, stellt sich die Frage ob sein Verhalten korrigiert werden sollte.

In vielen Fällen muss ausführliche Diagnostik stattfinden um den Entzündungsherd zu finden. Am besten sollte man die Ursache so früh wie möglich finden, um eine Verschlimmerung zu vermeiden.

Liebe Grüße,
Christian Dimitriadis
- Tierarzt bei Dr. SAM

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