Parvovirose beim Hund: Ursachen, Erkennung und Behandlung der Hundeseuche

Autor: Dr. Sam | Zuletzt bearbeitet: 16. November 2022 | Lesezeit: 25 min
Hund mit Parvovirose ruht sich auf einer weißen Decke aus

Die Gesundheit und das Wohlergehen eines Hundes hat für Haustierbesitzer höchste Priorität. Allerdings begegnen die Vierbeiner täglich verschiedenen Gefahren und Risiken, welche nicht immer so einfach zu verhindern sind. Neben Verletzungen und kleineren gesundheitlichen Beschwerden, wie Durchfall oder Erbrechen, können sich Hunde auch mit gefährlichen Krankheiten infizieren. Dazu gehört unter anderem Parvovirose, auch bekannt unter Hundeseuche, welche zu schlimmen Folgen führen kann. Deshalb ist es umso wichtiger, dass man als Besitzer mit den wichtigsten Fakten und Informationen über diese Krankheit vertraut ist. Was Parvovirose genau ist, wie sich Vierbeiner damit anstecken können und viele weitere wichtige Fragen werden in diesem Artikel abgedeckt, damit das Vorhandensein von Parvovirose beim Hund nicht unentdeckt bleibt und man die beste Hilfe für den Vierbeiner bereitstellen kann.

Was versteht man unter Parvovirose?

Unter vielen Leuten ist Parvovirose besser unter dem Namen “Hundeseuche” bekannt. Dabei handelt es sich um eine schwere Magen-Darm-Infektion, welche durch den Erreger Canine Parvovirus (CPV) ausgelöst wird. Besonders diese Bereiche sind meistens von diesem Virus betroffen:

  • Dünndarm
  • Lymphatische Zellen in Milz und Thymus
  • Knochenmarkszellen

Der Erreger befällt und fokussiert sich speziell auf diese Areale, da seine Vermehrung stark von den sich dort befindenden teilenden Kryptenzellen des Vierbeiners abhängig ist. Ebenso kann die Hundeseuche weltweit vorkommen und ist nicht nur auf einzelne Regionen beschränkt.

Wie gefährlich ist eine Infektion mit Parvovirose?

Was Parvovirose beim Hund so gefährlich macht, ist zum einen die hohe Ansteckungsgefahr und zum anderen die Widerstandsfähigkeit. Denn die Viren können bis zu 6 Monate bei Zimmertemperatur überleben und sogar bis zu 70 Grad aushalten, weshalb es zum Abtöten bestimmte Desinfektionsmittel benötigt. Außerdem zeigen nur ungefähr 10% der infizierten Vierbeiner Symptome, weshalb das Vorhandensein der Krankheit oftmals unentdeckt bleibt und sich dadurch viele weitere Tiere anstecken können.

Hinweis: Da eine Übertragung auf den Menschen nicht möglich ist, stellt Parvovirose keine Gefahr für Haustierbesitzer dar!

Neben den für die Hundeseuche typischen Symptomen kann es in weiterer Folge zu weitaus schlimmeren Folgen, wie Kreislaufproblemen, Blutvergiftung oder Immunsystemschwäche kommen. Generell ist es sehr empfehlenswert, das Immunsystem eines Tieres zu stärken. Dafür bietet sich zum Beispiel der Immunbooster für Hunde an.

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Im schlimmsten Fall kann eine unbehandelte Parvovirose beim Hund sogar zum Tod führen, weshalb diese Magen-Darm-Infektion unter keinen Umständen unterschätzt werden darf!

Wie stecken sich Vierbeiner mit der Hundeseuche an?

Infizierte Tiere scheiden das Virus in großen Mengen über den Kot aus, wodurch sich andere Vierbeiner entweder durch direkten Kontakt mit den Hinterlassenschaften oder durch kontaminierte Gegenstände, wie Spielzeug oder Futter, anstecken können. Zudem ist eine Infizierung mit Parvovirose beim Hund möglich, indem das Muttertier den Erreger an sein Ungeborenes weitergibt.
Gerade Tierheime oder Zuchten können eine Übertragung des Viruses begünstigen, da man dort große Ansammlungen von Hunden vorfindet. Des Weiteren sind vor allem Jungtiere und nicht ausreichend geimpfte Vierbeiner häufiger von der Hundeseuche betroffen als auch bestimmte Hunderassen, wie beispielsweise Deutsche Schäferhunde, Rottweiler oder Dobermann Pinscher.

Wie gestaltet sich der Verlauf einer Infektion?

Nachdem sich ein Hund oral mit Parvovirose infiziert hat, ist vor allem der Rachenraum, sprich die Lymphknoten sowie die Mandeln, vom Virus betroffen. Über das lymphatische Gewebe verbreitet es sich in Folge im ganzen Körper, wodurch die Hundeseuche ebenfalls in den Darm, den Thymus und somit in die Kryptenzellen des Dünndarms gelangt und sich dort vermehrt. Parvovirose bei Hunden ist vor allem auch deshalb so gefährlich, da sich gerade am Anfang noch keinerlei Symptome bemerkbar machen, allerdings ein Tier ungefähr 4 Tage nach der Ansteckung mit der Ausscheidung des Virus beginnt. Dadurch können sich wiederum Artgenossen leicht mit der Hundeseuche infizieren. Im Groben lässt sich sagen, dass ein Vierbeiner circa 2 Wochen lang ansteckend für andere Tiere sein kann. Die ersten typischen Anzeichen für diese Erkrankung zeigen sich meist innerhalb der ersten 7 bis 14 Tage.

Symptome bei einer vorhandenen Hundeseuche

In der Regel sind die ersten Symptome bei einer Parvovirose beim Hund eher unspezifisch und verlaufen akut. Dazu gehören unter anderem:

Wenn mehrere dieser Beschwerden gleichzeitig auftreten oder sich innerhalb der ersten 24-48 Stunden nicht lindern, wird das Aufsuchen eines Tierarztes äußerst empfohlen. Da diese Symptome meist recht schwerwiegend auftreten, können sich dadurch weitere gesundheitsgefährdende Probleme ergeben, wie beispielsweise:

  1. Starke Dehydratation: Aufgrund von Durchfall, Erbrechen und der Verweigerung der Futter- und Trinkwasseraufnahme kann es zu einer schwerwiegenden Dehydrierung kommen. 
  2. Blutarmut und Immunschwäche: Sobald Parvovirose in die Knochenmarks- und lymphatischen Zellen gelangt, ist zudem die Zerstörung von den Vorläufern der roten und weißen Blutkörperchen möglich. Im Anschluss kann dies zu Blutarmut und, aufgrund des Mangels an weißen Blutkörperchen, zu einem eingeschränkten Immunsystem führen. 
  3. Blutvergiftung: Darmbakterien und gefährliche Toxine können ohne große Hindernisse in die Blutbahn eindringen, weil die Zellen im Dünndarm, welche das Übertreten verhindern sollten, von der Hundeseuche zerstört werden und das Immunsystem ebenfalls bereits geschwächt ist.

Selten treten leider Gottes auch preakute Fälle auf, bei denen ein Hund ohne jeglichen Symptomen oder Anzeichen an der Hundeseuche und den mit eingehenden Folgen sterben kann.

Wie lässt sich Parvovirose beim Hund feststellen?

Da die meisten Symptome der Hundeseuche, wie zum Beispiel Erbrechen oder Durchfall, nicht sehr spezifisch sind, benötigt es für eine genaue Diagnose weitere Verfahren. Dazu zählt zum einen eine Kotuntersuchung, um Viren im Stuhlgang nachzuweisen, und zum anderen Blutuntersuchungen, für die Feststellung von Antikörpern im Blut. Jedoch wird die letztere Methode eher zum Überprüfen des vorhandenen Impfschutzes verwendet. Normalerweise werden diese Verfahren in Form eines Schnelltests durchgeführt, die bei jedem Tierarzt verfügbar sein sollten. Nach wenigen Minuten erhält man das Ergebnis, welches in der Regel sehr zuverlässig ist. Allerdings kann es in manchen Situationen, aufgrund der folgenden Ursachen, zu falschen Ergebnissen kommen:

  • Viren werden nur vorübergehend ausgeschieden
  • Neutralisierende Antikörper im Kot können die Erreger binden und unkenntlich machen
  • Die Impfung gegen Parvovirose wurde innerhalb der letzten 2 Wochen verabreicht

Ebenfalls können weitere Informationen, wie Alter, Impfstatus und Herkunft, äußerst hilfreich bei einer Diagnose von Parvovirose beim Hund sein.

Wie kann man gegen Parvovirose vorgehen?

Leider gibt es noch kein spezifisches Medikament, um gegen die Hundeseuche gezielt vorzugehen. Gerade bei einer Früherkennung können allerdings weitere Präparate und Behandlungen sehr förderlich und hilfreich sein. Häufig werden diese Behandlungen bei einer nachgewiesenen Parvovirose beim Hund durchgeführt:

  1. Medikamente gegen Symptome (Durchfall, Erbrechen) und zur Stärkung des Immunsystems von Hunden
  2. Breitspektrum-Antibiotika gegen die weitere Ausbreitung der Hundeseuche
  3. Intravenöse Flüssigkeitsversorgung zum Ausgleich der Dehydrierung und des Elektrolytsverlusts 
  4. Infusionslösungen, um die Bildung von Ödemen im Darm zu verhindern

Vor allem bei Jungtieren oder Vierbeinern ohne ausreichenden Impfschutz ist manchmal ein Klinikaufenthalt unumgänglich. Ebenso kann es sein, dass vorhandene Ödeme oder Flüssigkeitsergüsse in der Darmwand einen operativen Eingriff erfordern.  Zudem ist es von äußerster Wichtigkeit, einen infizierten Hund zu isolieren und von anderen Artgenossen fernzuhalten, um weitere Ansteckungen zu verhindern!

Wie stehen die Heilungschancen bei einer nachgewiesenen Hundeseuche?

Die Heilungschancen bei einer vorliegenden Parvovirose beim Hund sind schwer zu verallgemeinern, da sie von verschiedenen Einflussfaktoren abhängen. Wichtige Komponenten spielen dabei:

  • Immunstatus
  • Alter
  • Rasse
  • Herkunft
  • Haltungsbedingungen
  • Wann die Hundeseuche diagnostiziert wurde
  • Wie der Hund gegen die Infektion behandelt wurde

Grob lässt sich jedoch sagen, dass 90% der Tiere bei einer stationären Behandlung wieder genesen. Ohne tierärztliche Hilfe und Versorgung überleben in etwa nur 10% der Vierbeiner Parvovirose, weshalb eine Früherkennung so bedeutsam ist. Des Weiteren können manche Hunde in Folge an Spätfolgen des Magen-Darm-Viruses leiden. Typisch dafür sind Hirnschädigungen, Reizdarmsyndrom, IBD und weitere Verdauungsprobleme.

Wie kann man einen Hund vor Parvovirose schützen?

Aktuell gibt es nur einen wirklich wirksamen Weg, um einen Hund vor Parvovirose zu schützen – und zwar die Impfung gegen das Virus. Sie wird meist bei der Grundimmunisierung von Vierbeinern verabreicht und wird von Tierärzten strengstens empfohlen.

Hinweis: Die Grundimmunisierung sollte im Alter von 8, 12 und 16 Wochen durchgeführt werden, wobei die Impfung gegen die Hundeseuche alle 3 Jahre wieder aufgefrischt werden muss.

Alle anderen Präventionsmaßnahmen und Hausmittel, über die man im Internet liest, bieten zu wenig Schutz vor einer Ansteckung und stellen ein zu hohes Risiko für die mit eingehende Gefahr von Parvovirose beim Hund dar. Allerdings gibt es Möglichkeiten, um die Gesundheit und vor allem den Magen-Darm-Trakt auf natürliche Weise zu stärken. Wufit für Hunde besteht aus rein pflanzlichen Inhaltsstoffen und stärkt zudem das Immunsystem und die Abwehrkräfte.

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Fazit zu Parvovirose beim Hund

Parvovirose ist ein Magen-Darm-Virus, das weltweit vorkommt und sehr widerstandsfähig ist. Dieser Erreger ist zum einen so gefährlich, da sich Hunde ohne ausreichenden Schutz leicht über die Hinterlassenschaften von infizierten Artgenossen anstecken können und zum anderen ist die Hundeseuche auf den ersten Blick nicht immer so einfach zu erkennen. Jedoch sollten bei auffälligen Symptomen, wie Erbrechen, Fieber oder Appetitlosigkeit, sofort die Alarmglocken läuten und ein Tierarzt aufgesucht werden. Denn je früher Parvovirose beim Hund erkannt wird, mit Hilfe von Blut- und Kotuntersuchungen, und je schneller dagegen gehandelt wird, desto besser stehen die Heilungschancen eines betroffenen Tieres. Da es bisher noch kein wirksames Mittel gegen das Virus gibt, wird daher unbedingt zu einer entsprechenden Impfung geraten, welche meist im Zuge der Grundimmunisierung bei Vierbeinern verabreicht wird und in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden muss.

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