Leishmaniose beim Hund – Was steckt dahinter? | Dr. Sam

Leishmaniose beim Hund – Was steckt dahinter?

Autor: Dr. Sam | Zuletzt bearbeitet: 27. März 2022 | Lesezeit: 13 min
Hund mit Leishmaniose liegt auf Strand mit Sonnenuntergang

Hundehalter haben bestimmt schon einmal von der Leishmaniose oder von einer Reisekrankheit, wie sie im Volksmund genannt wird, gehört. Diese Krankheit kommt vor allem in südlichen und wärmeren Gebieten vor, wie z.B. Südeuropa, Mittel- und Südamerika. Was hinter der Leishmaniose steckt und wie du dieser Erkrankung vorbeugen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Definition

Die Leishmaniose ist eine sehr komplexe Erkrankung und wird von Parasiten ausgelöst – den Leishmanien. Diesen kleinen, einzelligen Parasiten dient die Sandmücke als Überträger. Durch das Blutsaugen bei einem bereits erkrankten Tier, kann die Sandmücke sich selbst infizieren und die Leishmanien sich dann in ihrem Inneren weiter vermehren. Im Anschluss daran kann sie dann bei ihrem nächsten Stich den Erreger weitergeben.

Leishmaniose bedeutet für deinen Hund, dass dieser Parasit die Immunzellen befällt und sich leider nur schwer behandeln lässt. Diese Krankheit kann viele verschiedene Symptome und Beschwerden auslösen, oder sogar jahrelang unerkannt bleiben. Es gibt nur wenige Mittel, die eine Erkrankung mit Leishmaniose bei Hunden eindämmen können und so bleibt sie ein lebenslanger Begleiter deines Vierbeiners, wenn er sich damit infiziert hat.

Ursache

Der Hauptüberträger – die Sandmücke, kommt am häufigsten in warmen Regionen vor. So zählen Südeuropa, Mittel- und Südamerika, aber auch der Nahe Osten, zu ihren Lebensraum. Allerdings breitet sich die Sandmücke immer weiter aus und wird mittlerweile auch schon in nördlicheren Regionen gefunden. Diese Mücke ist dämmerungs- und nachtaktiv, wird aber wie unsere Mücken auch, von Licht angezogen und fliegt so auch in Gebäude hinein. Sie kann durch ihr saugen von Blut, Leishmanien bei einem infizierten Tier aufnehmen und daraufhin weitere Tiere damit anstecken. Allerdings gehören auch andere Verbreitungswege zu den Ansteckungsmöglichkeiten bei unseren Hunden. So kann es auch bei einem Deckakt oder in der Gebärmutter einer erkrankten Mutter zu einer Übertragung auf die Welpen kommen. 

Die Sandmücke ist für die Übertragung der Leishmanien zuständig. Quelle: Александр Овсянников

Symptome und Diagnose

Die Leishmaniose ist eine sehr komplexe Erkrankung und kann von sehr unterschiedlichen Symptomen begleitet werden. Wichtig ist, dass die Entwicklung einer Erkrankung ca. 1-3 Monate nach Infektion oder erst Jahre danach auftreten kann. Wie sich die Leishmaniose bei einem Hund darstellt kann sehr individuell sein, deswegen haben wir dir hier einmal die 7 Top Symptome zusammengestellt:

An der Stelle, an der die Sandmücke gestochen hat, kann sich eine Entzündung bilden. In der Regel wird diese aber übersehen und es kommt erst viel später zu deutlichen Hautveränderungen. Denn es kommt im Anschluss zu Schuppenbildung und Haarverlust. So werden die betroffenen Hautbereiche, für uns, größer und deutlicher. Sehr häufig sind die OhrränderAugen und Nase betroffen. Wichtig dabei ist, dass diese veränderten Hautstellen, nur sehr selten zu Juckreiz führen. Diese Hautveränderungen gehören zu den häufigsten Symptomen, die bei einer Leishmaniose auftreten. Da Leishmanien das Immunsystem unserer Hunde befallen, können auch Schäden an den inneren Organen hervorgerufen werden. So können einige Vierbeiner auch unter Nierenfunktionsstörungen, Blutarmut, aber auch Leber- und Milzvergrößerungen leiden.

Um herauszufinden, ob dein Hund an Leishmaniose erkrankt ist, wird dein Tierarzt zunächst einige Fragen stellen.  Zu denen gehören z.B. ob dein Hund aus Südeuropa stammt, oder ob du mit ihm dort im Urlaub gewesen bist. Nach einer allgemeinen Untersuchung kann es notwendig werden, dass weiter überprüft werden muss, ob dein Hund an Leishmaniose leidet. Denn viele der Symptome, die dein Hund zeigen kann, müssen nicht charakteristisch für diese Erkrankung sein. So kann es sein, dass zunächst eine Blutuntersuchung durchgeführt wird, aber auch bildgebende Verfahren, wie Röntgen oder Ultraschall, angeordnet werden. Durch die Blutuntersuchung können Veränderungen an den weißen und roten Blutkörperchen auf eine Erkrankung mit Leishmaniose hindeuten. Außerdem können Nieren- und Leberfunktionswerte, sowie Entzündungswerte im Körper überprüft werden. Bei einer Lymphknotenveränderung kann auch eine sog. Feinnadelaspiration (FNA) des Lymphknotens stattfinden. Zudem gibt es spezielle Labortests, die Abwehrzellen gegen die Leishmaniose nachweisen können. So kann eine Infektion auch nachgewiesen werden.

Therapie

Wie die Leishmaniose selbst, ist auch ihre Behandlung, sehr komplex. Leider ist eine komplette Heilung in der Regel nicht möglich, da nicht alle Leishmanien erfolgreich im Körper eliminiert werden können. Es gibt aber Medikamente, die eine Verbesserung der Erkrankung ermöglichen können. Sie müssen über einige Monate hinweg verabreicht werden und werden dann, bei einer deutlichen Besserung, abgesetzt. Regelmäßige Kontrollen der Blutwerte können helfen einen erneuten Ausbruch dieser Erkrankung vorzubeugen. Grundsätzlich kannst du dieser Krankheit aber schon vor einer Infektion vorbeugen. Denn es gibt Halsbänder oder Spot on Mittel, die die Mücken von einem Stich abhalten können. So kannst du bei einer Reise deinen Vierbeiner schützen.

Wenn dein Hund bereits von Leishmaniose betroffen ist, kannst du durch diese Präparate aber auch dazu beitragen, dass sich Sandmücken bei deinem Hund nicht infizieren können und diesen Erreger weiter tragen. Zusätzlich zu diesen Möglichkeiten gibt es mittlerweile auch Impfungen gegen Leishmaniose.

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