Warum sollte man Lachsöl einem Hund füttern – Was steckt dahinter?

Autor: Dr. Sabrina Vogt | Zuletzt bearbeitet: 27. März 2022 | Lesezeit: 9 min
Hund mit Lachsöl läuft frei auf Wiese

Lachsöl ist bei einigen Hundebesitzern, als Nahrungsergänzungsmittel, sehr beliebt. Durch die hohen Gehalte an essenziellen Fettsäuren kann es sich positiv auf die Gesundheit unserer Vierbeiner auswirken. Was genau dahinter steckt, erfährst du in diesem Artikel.

Definition

Lachsöl wird aus Lachs gewonnen und besteht hauptsächlich aus Fetten. Die darin enthaltenen essenziellen Fettsäuren, sind für einen Körper sehr wichtig, da er sie nicht selbst herstellen kann und mit der Nahrung aufnehmen muss. Besonders stark sind Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren im Lachsöl vertreten. Diese Fettsäuren gehören mit zu den Bestandteilen unserer Körperzellen und wirken unterschiedlich auf ihre Funktionen. So wirken sie z.B. positiv auf die Herz und Gehirntätigkeit, aber auch auf den gesamten Stoffwechsel im Körper. Auch bei Hautproblemen kann die Gabe von Lachsöl sich positiv auf deinen Vierbeiner auswirken. 

Ursache

Das Lachsöl wird hauptsächlich aus dem Atlantik-Lachs (Salmo salar) gewonnen, da er sehr fettreich ist. Denn 100g enthalten zum Teil schon 13% Fett. In der Verarbeitung wird der Fisch zunächst gereinigt und zerkleinert, im Anschluss wird dann das Fett aus den Bestandteilen kalt herausgefiltert. Das dann entstehende Öl hat eine goldene oder leicht rötlich-gelbe Farbe. Der für uns wichtigste Bestandteil dieses Lachsöls sind die essenziellen Fettsäuren, die darin enthalten sind. Besonders die Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren eignen sich als Nahrungsergänzung. Besonders wichtig sind dabei die Eicosapentaensäuren (EPA), Docosahexaensäuren (DHA) und Alpha-Linolensäuren (ALA). Sie können entzündungshemmend, aber auch ebenso positiv auf das Immunsystem und den Stoffwechsel wirken. Ebenso verbessern sie den Blutdruck im Körper, da sie sich positiv auf die Fließeigenschaften des Blutes auswirken können. 

Symptome und Diagnose

Grundsätzlich gibt es keine genauen Anwendungsgebiete für Lachsöl beim Hund. Allerdings ist jeder Körper auf eine ausreichende und ausgeglichene Zufuhr dieser Fettsäuren angewiesen. Besonders Hunde mit hoher Leistung, wie z.B. im Leistungssport, aber auch trächtige bzw. stillende Hundemütter, haben einen höheren Bedarf. Ebenfalls bei Hunden, die unter Haarausfall, Schuppen oder anderen Hauterkrankungen leiden, kann der Bedarf an Fettsäuren nicht ausreichend gedeckt sein.

Um herauszufinden, ob deinem Hund die Gabe von Lachsöl positiv unterstützen kann, haben wir dir hier die 7 Top Symptome zusammengestellt:

  • Starker Haarausfall und haarlose Stellen, auch allergisch bedingt
  • Fellwechsel oder schuppige Haut
  • Trächtige und säugende Hündinnen
  • Hunde die Leistungssport ausüben
  • Hunde mit bekannter Herz-Kreislauf-Erkrankung
  • Unterstützung bei der Gewichtszunahme
  • Ergänzung bei der BARF Fütterung

Hast du ein, oder vielleicht auch mehrere Symptome bei deinem Hund festgestellt, solltest du dich tierärztlich beraten lassen. In einem Gespräch mit deinem Tierarzt kannst du herausfinden, ob Lachsöl für deinen Hund ein wichtiger Nahrungszusatz darstellen kann.

Quelle: Alesya

Therapie

Die richtig dosierte Zufuhr von Lachsöl bewirkt, dass dein Hund mit wichtigen Nährstoffen versorgt wird. Denn die Bestandteile an Fettsäuren können sich unterschiedlich auf den Körper auswirken. Die Eicosapentaensäure (EPA) ist z.B. ein Ausgangsstoff für das Immunsystem und die Blutgerinnung. Sie wird ebenso für die Regulierung der Herzfrequenz benötigt. Mit Zufuhr der Docosahexaensäure (DHA) werden wichtige Bestandteile für Nervenzellen im Gehirn bereitgestellt. Beide Fettsäuren sorgen dafür, dass die roten Blutkörperchen geschmeidiger werden und so die Fließeigenschaften des Blutes verbessert werden. Somit gehören beide Fettsäuren zu den wichtigen Bausteinen eines Körpers. 

Die Linolensäuren (ALA) spielt eine wichtige Rolle dem Aufbau der Zellen und bei Entzündungsprozessen. Denn ihre Abbauprodukte wirken entzündungshemmend im Körper. So kann man Lachsöl auch bei Hautproblemen zur Unterstützung füttern, damit Entzündungen und Fellverluste ausgeglichen werden. Ist dein Hund vielleicht von dem Geruch des Lachsöls irritiert und mag sein Futter dann nicht fressen, so kannst du ebenso Lachsöl in Kapselform finden. Dies erleichtert es dir deinen Hund mit den wichtigen Nährstoffen zu versorgen. 

Stelle deine Frage direkt per WhatsApp einem Tierarzt!
Jetzt chatten