Gelenkschmerzen beim Hund – Wie erkenne ich das?

Autor: Dr. Romina Pankow | Zuletzt bearbeitet: 28. März 2022 | Lesezeit: 14 min
Hund mit Gelenkschmerzen trägt Verband an Vorderpfote

Wenn ein Hund an Gelenkschmerzen leidet, kann das viele verschiedene Ursachen haben. Von Entzündungen, über erblich- bedingte Beschwerden bis hin zu altersbedingten Verschleißerscheinungen gibt es viele Möglichkeiten. Wie du sie erkennen und auseinander halten kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Was bedeuten Gelenkschmerzen?

Schmerzende Gelenke sind sehr unangenehm und können deinem Hund den Alltag erschweren. Je nach Ursache bedeutet es für deinen Hund, dass er zeitweise schmerzlindernde Medikamente einnehmen muss, oder vielleicht sogar dauerhaft auch physiotherapeutisch betreut werden sollte.

Da Gelenkschmerzen bei Hunden so das Wohlbefinden deines Vierbeiners einschränken können, solltest du dich frühzeitig bei Hinweisen, beraten lassen und die verschiedenen Ursachen abklären lassen. Denn je nach Auslöser, können bei einigen Beschwerden, noch weitere Beschwerden entstehen, wenn sie nicht frühzeitig erkannt werden.

Ursache

Gelenkschmerzen haben viele verschiedene Ursachen. Unter den Ursachen finden sich entzündliche, erblich-bedingte, aber auch altersbedingte Krankheiten. Auch körperliche Überlastung, oder Übergewicht, kann zu Gelenkschmerzen beim Hund führen.

Zu den möglichen Ursachen von Gelenkschmerzen bei Hunden gehören:

  • Gelenkentzündung (Arthritis)
  • Gelenkverschleiß (Arthrose)
  • Osteochondrosis (OCD)
  • Hüftgelenksdysplasie (HD)
  • Knochenbrüche (Frakturen)
  • Muskel- oder Bänderverletzungen (z.B. Kreuzbandriss)
  • Infektionserkrankungen wie z.B. Borreliose

Bei den entzündlichen Erkrankungen, wie der Borreliose, können z.B. Bakterien in die Blutbahn gelangen. Durch den Blutkreislauf gelangen sie auch in die Gelenke und führen dort zu einer lokalen Schädigung. Neben dem Erreger der Borreliose, gibt es noch Bakterien wie Mykoplasmen und Rickettsien, die ein sehr ähnliches Krankheitsbild verursachen können.

Zu den erblich- bedingten, bzw. angeborenen Erkrankungen gehören unter anderem die sogenannte Osteochondrosis (OCD) oder die Hüftgelenksdysplasie (HD). Bei der OCD handelt es sich um eine Wachstumsstörung, die eine Schädigung des Gelenkknorpels hervorruft. Besonders häufig ist das Schultergelenk davon betroffen, allerdings kann sie auch für Beschwerden in der Hüfte, Knien, Ellbogen und Fußgelenken verantwortlich sein. Vor allem großeschwere Hunderassen sind von dieser Erkrankung betroffen und können im jungen Alter dadurch unter Gelenkschmerzen leiden. Bei der HD handelt es sich um eine anormale Ausbildung der Hüftpfanne. Ist die Hüftpfanne, in der der Oberschenkelkopf liegt, nicht passend geformt, kann es durch Belastung zu Reizungen des Gelenkes kommen. Die Arthrose gehört zu den häufigsten Erkrankungen der Gelenke bei unseren Hunden. Meist entsteht sie durch altersbedingten Verschleiß

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Symptome und Diagnose

Die Gelenke im Körper funktionieren wie Scharniere. Sie ermöglichen es uns und unseren Haustieren, dass man sich frei bewegen, rennen, hüpfen und im Falle unserer Hunde auch mit dem Schwanz wedeln kann. Kommt es durch eine Erkrankung oder bei Schmerzen zu einer Einschränkung der Bewegung, fällt es unseren Hunden teilweise nicht leicht unbeschwert durch den Alltag zu kommen. Das Springen ins Auto, oder aufs Sofa, Treppensteigen oder Toben mit den Hundefreunden fällt dann schwer. Wenn du dir nicht sicher bist, ob dein Hund unter Gelenkschmerzen leidet, solltest du ihn dir nochmal genauer ansehen. Damit du weißt, worauf du achten kannst, haben wir dir hier einmal die 7 Top-Symptome für Gelenkschmerzen zusammengestellt:

  • Dein Hund hat Schwierigkeiten beim Hinlegen oder Aufstehen
  • Er springt nicht mehr ins Auto, oder braucht dabei Unterstützung
  • Treppensteigen fällt schwer, oder er verweigert dies sogar
  • Lahmheit
  • Dein Hund wirkt nach körperlicher Belastung steif
  • Beim Streicheln bemerkst du schmerzende Bereiche bei deinem Hund
  • Geschwollene Gelenke

Hast du ein Symptom, oder vielleicht sogar mehrere, bei deinem Hund entdeckt, solltest du dich tierärztlich beraten lassen. Hilfreich sind in diesen Fällen, wenn du deinem Tierarzt erzählst, wie lange dein Hund schon Beschwerden hat und ob sie vielleicht nur in bestimmten Situationen auftreten. Wenn er beispielsweise kurz nach dem Aufstehen lahmt kurz und kurze Zeit danach läuft er wieder normal. Oder er mag einfach nicht mehr ins Auto springen. Ebenfalls ist es wichtig, wenn du beobachten konntest, dass dein Hund eventuell beim Toben in ein Loch getreten ist und im Anschluss Schmerzen entstanden sind. Dein Tierarzt wird dann deinen Hund untersuchen und dich vielleicht bitten mit ihm ein Stück zu laufen. Dadurch kann dein Tierarzt erkennen, wie dein Hund sich in Bewegung verhält und ob er vielleicht eine Lahmheit zeigt. Dies ermöglicht es ihm im Anschluss, die schmerzenden Bereiche beim Hund zu lokalisieren. Je nachdem kann es sein, dass ein Röntgenbild erstellt werden muss. Auch weitere Untersuchungen von Gelenken durch Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) können zur Klärung der Ursache beitragen. Wird bei deinem Hund hingegen vermutet, dass die Gelenkerkrankung durch eine Infektionserkrankung ausgelöst wurde, werden Blutproben genommen und gezielt untersucht. 

Quelle: Khaligo

Therapie

Grundsätzlich kannst du als Hundebesitzer schon einiges vorbeugend unternehmen, damit dein Hund nicht an Gelenkschmerzen leidet. Besonders auf Übergewicht solltest du achten – denn gerade Hunde, die mit Probleme mit ihrem Gewicht haben, neigen auch häufiger zu Beschwerden mit den Gelenken.  Diesem kannst du entgegenwirken, in dem du deinen Hund regelmäßig in Bewegung hältst. Natürlich solltest du deinen Hund dabei nicht überlasten, sondern eine ausgewogene körperliche Betätigung wählen. Wenn du dir nicht sicher bist, wie viel oder wie stark dein Hund bewegt werden darf, wende dich gerne an deinen Tierarzt! Er wird dir gerne dabei helfen!  
Ebenfalls unterstützt er dich gerne dabei, wenn dein Hund an Übergewicht leidet. Denn du kannst z.B. mit Ernährungstipps, deinen Hund beim Abnehmen unterstützen. Leidet dein Hund an einer der Krankheiten, die für Gelenkschmerzen verantwortlich sind, kann es sein, dass du schmerzund entzündungshemmende Medikamente anwenden musst. Hat dein Hund einen Kreuzbandriss oder vielleicht ein gebrochenes Bein, kann natürlich eine Operation deinem Hund helfen. Im Anschluss dazu kann eine physiotherapeutische Betreuung euch unterstützen, damit dein Vierbeiner wieder unbeschwert laufen kann. Ist dein Hund schon etwas älter, oder hat vielleicht dauerhaft Beschwerden mit den Gelenken, können einige pflanzliche Mittel zur Unterstützung gefüttert werden. 

Zu diesen gehören z. B. GrünlippmuschelMSM oder Hanföl. Wende dich gerne an deinen Tierarzt und lass dich beraten! 

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