FIP bei Katzen - Was du dagegen tun kannst.

Corona bei der Katze? Das Feline Coronavirus ist in der Katzenpopulation weit verbreitet und nicht auf den Menschen übertragbar. Für infizierte Katzen wird es in dem Moment zur Gefahr, in dem es mutiert und die Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) auslöst.

Artikel von
Dr. Christian Dimitriadis
Tierarzt/Tierärztin bei Dr. SAM
Inhaltsverzeichnis

Definition

Vielleicht hast du schon einmal etwas von der FIP-Erkrankung oder Corona bei Katzen gehört. Dann fragst du dich sicherlich, ob auch deine Katze gefährdet ist und wie du sie vor einer Ansteckung schützen kannst. Feline Coronaviren sind für den Menschen und zunächst auch für infizierte Katzen ungefährlich. Sie können allerdings mutieren und anschließend die Feline Infektiöse Peritonitis (abgekürzt FIP) auslösen.

Es verursacht bei Katzen schwere Allgemeinsymptome und Bauchfellentzündungen. Dabei wird zwischen zwei Formen unterschieden:

  • der trockenen Verlaufsform
  • der feuchten Verlaufsform
  • Mischformen sind auch möglich

Ursache

Schätzungsweise tragen zwischen 20 und 45 Prozent der Hauskatzen das Feline Coronavirus in sich und scheiden es mit dem Kot in die Umgebung aus. Die Infektion kann bereits beim Muttertier erfolgen; aber auch ältere Tiere können sich bei infizierten Artgenossen, über kontaminierte Gegenstände oder Ausscheidungen anstecken. In der Folge verbleibt das Virus lebenslang im Darm, wo es zunächst keine Beschwerden verursacht.

Mit einer Wahrscheinlichkeit von 5 bis 12 Prozent mutiert das Virus jedoch im Laufe des Katzenlebens . Infolgedessen gelangt es in bestimmten Blutzellen des Immunsystems (Makrophagen) . Dadurch kommt es zu schweren Entzündungsreaktionen und zu der Krankheit FIP.

Symptome und Diagnose

Durch den vergeblichen Versuch des Immunsystems, das Virus zu bekämpfen, entstehen ausgeprägte Entzündungsprozesse. Diese können nahezu den gesamten Körper betreffen, weswegen die Symptome sehr variieren. Die Top 9 Symptome bei FIP sind:

  • Schlechtes Allgemeinbefinden
  • Wiederkehrendes Fieber
  • Flüssigkeitsgefüllter Bauchraum (Aszites)
  • Appetitlosigkeit (Anorexie)
  • Neurologische Symptome
  • Gelbsucht (Ikterus)
  • Magen-Darm-Symptome
  • Atembeschwerden
  • Augenveränderungen (Uveitis)

Betroffene Katzen zeigen oft schwere Allgemeinsymptome wie Teilnahmslosigkeit (Apathie) und Futterverweigerung. Typisch ist dabei ein wiederkehrendes Fieber, das nicht auf Antibiotika anspricht.

Bei der feuchten Verlaufsform der FIP, entstehen Wasseransammlungen (Ergüsse) im Bauchraum des Tieres. Der Katzenkörper ist dadurch sicht- und fühlbar flüssigkeitsgefüllt. Der zunehmende Druck aufs Zwerchfell kann zu Atemnot führen. Eine solche ist auch dann zu beobachten, wenn das Brustfell entzündet ist.

Neurologische Symptome bei FIP, entstehen vor allem durch Entzündungsprozesse im Gehirn. Möglich sind beispielsweise Lähmungen, Gleichgewichtsstörungen und Krampfanfälle.

Gelbsucht deutet darauf hin, dass der Gallenfarbstoff (Bilirubin) im Blut anreichert. Dies ist oft der Fall, wenn eine Leberschädigung durch FIP vorliegt oder der Transport des Bilirubins zur Leber verzögert ist. Du erkennst eine Gelbsucht, weil die Haut sowie Schleimhäute deiner Katze Gelb werden.

Magen-Darm-Symptome wie Erbrechen und Durchfall können auf Entzündungen in den verschiedenen Darmabschnitten, im Magen oder in der Bauchspeicheldrüse hindeuten; aber auch eine Einschränkung der Leber- oder Nierenfunktion kann zum Erbrechen führen.

Röntgenbild einer Katze mit Flüssigkeitsansammlung im Bauch


Die eindeutige Diagnose der Erkrankung ist nicht immer einfach. Mögliche Untersuchungsmethoden sind:

  • Punktion eines Ergusses
  • Blutuntersuchung
  • Ultraschall
  • Ausschluss anderer Krankheiten

Sollte ein Erguss vorhanden sein, vereinfacht dies die Diagnostik erheblich: In diesem Fall entnimmt der Tierarzt mit einer Spritze eine Probe, anhand derer sich die Erkrankung feststellen lässt. Diese Probe wird auf die Konsistenz sowie das Genom des Corona-Virus untersucht.

Eine Blutuntersuchung ist nur dann aussagekräftig, wenn sie negativ ausfällt: Katzen ohne Antikörper gegen das Feline Coronavirus können nicht an der FIP erkranken. Im positiven Falle beweist sie hingegen nur, dass der jeweilige Patient das Coronavirus in sich trägt; nicht jedoch, ob es mutiert ist. Oft ist die Feline Infektiöse Peritonitis (FIP)daher eine Ausschluss- und Verdachtsdiagnose: Organische Veränderungen, wie sie beispielsweise im Ultraschall sichtbar werden, in Kombination mit dem Ausschluss anderer Ursachen und einem positiven Corona-Blutergebnis ermöglichen führen zu der entsprechenden Schlussfolgerung. Bei bestimmten Blutwerten sollte eine Gelelektrophorese definitiv durchgeführt werden.

Therapie

Die Behandlungsmethoden von Tierärzten in Deutschland beschränken sich nach wie vor auf symptomatische Maßnahmen, die den Krankheitsverlauf verzögern und die Beschwerden lindern sollen:

  • Immunsuppression
  • Punktion von Ergüssen
  • Antibiotikum

Eine Immunsuppression ist eine Unterdrückung des körpereigenen Immunsystems, meist durch Cortison. Sie wirkt den Entzündungsreaktionen entgegen. Bei der Punktion eines Ergusses wird die angesammelte Flüssigkeit mit einer Spritze aus dem Körper abgezogen. Dies verschafft dem Patienten kurzzeitig Erleichterung; leider bilden sich die Ergüsse innerhalb kurzer Zeit wieder nach. Antibiotika sind gegen Viren aller Art wirkungslos. Sie können lediglich verhindern, dass es zusätzlich zu bakteriellen Infektionen kommt. Dieses Risiko ist bei einer Immunsuppression immer deutlich erhöht. Die feuchte Verlaufsform führt auch bei einer intensiven symptomatischen Therapie nach durchschnittlich neun Tagen zum Tod. Im Falle einer trockenen FIP beträgt die Überlebenszeit teilweise noch mehrere Monate.


2019 wurden in den USA die ersten Studien auf das sogenannte GS 441524 gemacht.

Dieser Wirkstoff ermöglicht erstmals eine kausale (heilende) Therapie der FIP-Erkrankung.

Das Medikament ist allerdings noch nicht zugelassen, weshalb Tierärzte es nicht bei ihren Patienten anwenden dürfen. In der Folge besorgen Katzenbesitzer es sich vermehrt auf dem Schwarzmarkt, wodurch die Qualität mitunter fragwürdig ist. Tierbesitzer, die sich das Medikament eigenmächtig besorgt haben, dürfen es legal anwenden. Dennoch sollten sie sich währenddessen unbedingt von ihrem Tierarzt beraten lassen.

Vorbeugung

Eine Impfung gegen das FIP-Virus an sich gibt es bislang nicht; lediglich gegen das Feline Coronavirus ist eine Nasenimpfung verfügbar. Mit einer Wirksamkeit ist nur bei Katzen zu rechnen, die bisher noch keinerlei Kontakt zu dem Virus hatten; also einen negativen Bluttiter aufweisen. Wie zuverlässig die Impfung tatsächlich schützt, ist jedoch auch bei diesen Tieren umstritten. Bei Freigängern besteht daher immer ein gewisses Infektionsrisiko.

Wohnungskatzen, die negativ auf das Coronavirus sind, kannst und solltest du vor einer Infektion schützen. Die Anschaffung weiterer Katzen sollte beispielsweise nur erfolgen, nachdem diese ebenfalls negativ getestet worden sind. Weiterhin ist eine indirekte Virusübertragung über gebrauchte Gegenstände möglich. Diese solltest du sorgfältig desinfizieren, ehe dein Vierbeiner damit in Kontakt kommt. Vermeide in jedem Fall den Kontakt zu Futter, Einstreu und Ausscheidungen fremder Katzen.

Sollten in deinem Haushalt bereits positive und negative Katzen zusammenleben, sind möglichst viele Katzentoiletten und eine sehr gute Toilettenhygiene hilfreich. Dadurch verminderst du das Risiko, dass sich deine Katzen gegenseitig anstecken. Einige Studien zeigten sogar, dass sich die Wahrscheinlich reduziert, dass das Corona Virus zu FIP mutiert. Bei Corona-positiven Katzen kann ein starkes Immunsystem das Risiko senken, dass sich mutierte Viren vermehren. Artgerechte Haltung, ausgewogene Ernährung, Stressvermeidung und regelmäßige Impfungen sowie Entwurmungen tragen einen entscheidenden Teil dazu bei.

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Liebe Grüße,
Dr. Christian Dimitriadis
- Tierarzt bei Dr. SAM

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Dr. Christian Dimitriadis
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