Ohrmilben bei Katzen: Definition, Ursachen & Symptome

Autor: Dr. Aimara Bello | Zuletzt bearbeitet: 22. März 2022 | Lesezeit: 8 min
Katze mit Ohrmilben bekommt Ohren gesäubert

Die meisten Katzenbesitzer haben schon mal erleben müssen, wie ihre Katze sich extrem an den Ohren kratzt und unablässig den Kopf schüttelt. Vor allem, wenn dieses Verhalten zwanghaft aussieht und kein Ende nimmt und die Katze sich schon selbst verletzt, dann sind wahrscheinlich Ohrmilben die Ursache dafür.

Was sind Ohrmilben?

Ohrmilben (Otodectes cynotis) sind Parasiten, die im äußeren Gehörgang der Katze leben. 50 % der Ohrentzündungen bei jungen Katzen werden durch diese verursacht.

Ursache

Die Ohrmilben gehören zu den Räudemilben und verursachen durch ihre Besiedlung eine Entzündung des äußeren Gehörganges. Ohrenschmalz und Entzündungsprodukte formen mit den Milben zusammen einen schwarz-braunen krümeligen Belag in den Ohren. Dieser ist fast immer direkt von außen zu sehen.

Die Ohrmilben können bei starkem Befall sogar mit bloßem Auge als bewegende weiße Pünktchen gesehen werden oder es scheint, als würde sich der schwarz-braune Belag insgesamt bewegen. 

Unter dem Mikroskop kann man die kleinen, bis 0,5 mm langen Milben dann aber ganz genau sehen.

Symptome und Diagnose

Auffallend wird ein Ohrmilbenbefall, wenn:

  • die Katze die Ohren stark schüttelt und sich nicht beruhigen kann
  • die Katze sich stark an den Ohren kratzt, bis sie sich auch selbst verletzt
  • beim Blick in das Ohr schwarz-braune Krusten auffallen
  • In seltenen Fällen, können diese Milben auch Hautveränderungen am ganzen Körper verursachen

Schaut der Tierarzt mit dem Otoskop (einer Lampe zur Untersuchung im Ohr) direkt ins Ohr, so kann er die Milben häufig laufen sehen. Unter dem Mikroskop kann er dann die Ohrmilben so vergrößern, dass kein Zweifel mehr offen bleibt.

Eine Ohrmilbe unter dem Mikroskop

Therapie gegen Ohrmilben bei der Katze

Die Ohren werden gereinigt und mit speziellen Ohrentropfen behandelt, welche die Ohrmilben abtöten. Diese Behandlung nimmt einige Tage in Anspruch und sollte am Ende nochmal mit dem Mikroskop kontrolliert werden. 

Es kann nötig sein, dass neben dieser lokalen, am Ohr angewendeten Therapie auch eine systemisch Therapie erfolgen muss. Hierbei wird ein Medikament z.B. als Spot on gegeben, welches am ganzen Körper wirkt.

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Vorbeugung

Generell sollte die Kontrolle der Ohren durch den Besitzer bei Katzen geübt werden. Sie sollten sich ohne größere Probleme in den äußeren Anteil der Ohren schauen lassen.

Katzen die Freigang haben, sollten öfter kontrolliert werden, da sie sich leichter bei anderen Katzen anstecken können. Hauskatzen sollte auch beigebracht werden, dass sie akzeptieren, wenn der Besitzer in das Ohr schaut und ggf. mit einem trockenen Tuch oder nicht fusselndem Wattebausch die Ohrmuschel auswischt.

Sogenannte Wattestäbchen oder Q-Tips sollten nicht verwendet werden.

Wann immer eine neue Katze in den Haushalt kommt, sollte diese vorher auf Beläge in den Ohren untersucht werden. Sind Beläge zu sehen, sollte man die Katzen zunächst trennen, bis ein Tierarzt eine Probe nehmen kann, um eine Infektion mit Ohrmilben auszuschließen.

Die Ohrmilben der Katzen übertragen sich generell nicht auf den Menschen, trotzdem kann bei massivem Befall beobachtet werden, dass Menschen auch als Fehlwirt besiedelt werden.

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