Kurz zusammengefasst:

Wer wird befallen und wie läuft der Befall ab?

Bei Katzen, dauert der Saugakt mit bis zu sechs Tagen. Dort ist der Befall oft bei genauer Betrachtung gut erkennbar. Vermehrt treten die Milbenlarven besonders im Zwischenzehenbereichen, der Ohr- und Nasengegend und um die Schwanzspitze sowie um die Zitzen herum auf. Sie sind dann in Form von rötlichen Schorfkrusten erkennbar .

Typischerweise wird der Hund im Zwischenzehenbereich, an den Beinen, am Bauch und an Unterseite des Halses befallen.

Bist du nicht sicher, ob dein Haustier an Herbstgrasmilbenbefall leidet, oder hast du sonstige Fragen zu Parasiten, vereinbare jetzt deinen persönlichen Beratungstermin mit einem unserer Tierärzte - sie beraten dich gerne zu all deinen Fragen.

Die Herbstgrasmilbe – Was muss ich beachten?

Juckreiz und ständiges Belecken der Pfoten, besonders nach dem Spaziergang sind die häufigsten Symptome eines Herbstgrasmilbenbefalls

Lebensraum / Ernährungsweise

Die Herbstgrasmilbe  (Neotrombicula autumnalis ) gehört zu den Spinnentieren. Nur die Larven und nicht die erwachsenen Milben leben parasitisch auf und von anderen Tieren. Sie befallen vor allem Mäuse, aber auch Hunde, Hauskatzen, Menschen und andere Säugetiere.

Die Milbenlarven sind ein bis zwei Millimeter groß - leicht zu erkennen an kleinen orangen Pünktchen z.B. im Fell die Kugelschreiberpunkt groß sind. Die Herbstgrasmilbenlarve ernährt sich von einem Gemisch aus Speichelsekret und Zellflüssigkeit der obersten Hautschichten.

Typische Lebensräume sind Gärten, Äcker, Kulturwiesen und Waldränder, wo ihre Larven auf dem Boden, auf Gräsern, auf Kräutern und in seltenen Fällen sogar in niedrigen Regionen von Sträuchern zu finden sind.

Tiere im eigenen Garten werden nicht selten stark befallen. Um die Larven der Herbstgrasmilbe zu finden, legt man einen weißen kleinen Teller auf die Wiese, so kann man sie nach kurzer Zeit als die oben beschriebenen orangenen Pünktchen ausmachen.

Darüber hinaus ist die Aktivität der Milbenlarven temperaturabhängig. Eine entsprechende Luftfeuchtigkeit vorausgesetzt, sind sie bereits bei wenig über 10° C in der Natur nachzuweisen. Ihre Hauptaktivität liegt aber bei Temperaturen zwischen 25° und 30° C. In den Morgenstunden und am späten Nachmittag ist demnach die beste Zeit spazieren zu gehen.

Wer wird befallen?

Wird der Mensch, der nicht der natürliche Wirt der Milbenlarve ist, dennoch befallen, kommt es zu Juckreiz – meist aber erst dann, wenn die Larve bereits wieder abgefallen ist. Es bilden sich rötliche Pünktchen um die Bissstelle herum, die nach einigen Tagen wieder verschwinden. Bei Kleinkindern wird auch des Öfteren der Kopf befallen, was zur Bildung von Schorfkrusten führen kann.

Bei Katzen, dauert der Saugakt mit bis zu sechs Tagen deutlich länger als beim Menschen. Dort ist der Befall oft bei genauer Betrachtung gut erkennbar. Vermehrt treten die Milbenlarven besonders im Zwischenzehenbereichen, der Ohr- und Nasengegend und um die Schwanzspitze sowie um die Zitzen herum auf. Sie sind dann in Form von rötlichen Schorfkrusten erkennbar .

Typischerweise wird der Hund im Zwischenzehenbereich, an den Beinen, am Bauch und an Unterseite des Halses befallen.

Photo by Luke Stackpoole on Unsplash

Therapie/Prophylaxe

Wirklich zuverlässig wirken beim Hund Präparate vom Tierarzt, sogenannte Pyrethroide wie Permethrin, Flumethrin und Deltamethrin.

Ist ein Befall beim Hund festgestellt worden, kann man mit einem mildem Shampoo oder einem speziellen Spray die Milbenlarven wieder los werden.

Auch ein betupfen mit Öl der befallenen Stellen kann helfen, damit verstopft man die Atemöffnungen der Milbenlarven, sollte man gerade nicht baden können oder kein spezielles Spray zur Hand haben.

Die beste Prophylaxe ist ein regelmäßiges Abduschen mitklarem Wasser inkl. der Pfoten, um die Larven zu beseitigen.

Für die Katze existiert leider kein zugelassenes Präparat zur Bekämpfung der Herbstgrasmilbe. Aus Erfahrungsberichten von Tierbesitzern kann man sagen, dass manche durchaus Erfolg mit den gängigen Zecken und Flohprophylaxeprodukten hatten. Bitte wenden sie auf keine Fall Produkte an, die für Hunde verwendet werden, da diese zu schweren Nebenwirkungen und auch zum Tod bei ihrer Katze führen können.

Hat der Hund / die Katze ständig geleckt, weil der Juckreiz so quälend ist, kann es zu sogenannten Sekundärinfektionen ( Folgeinfektionen ) kommen. In diesem Fall ist es empfehlenswert einen Tierarzt aufzusuchen, der das Leiden lindern kann.

Sobald uns der erste Frost erreicht hat, ist alles wieder vorbei.

Bist du nicht sicher, ob dein Haustier an Herbstgrasmilbenbefall leidet, oder hast du sonstige Fragen zu Parasiten, vereinbare jetzt deinen persönlichen Beratungstermin mit einem unserer Tierärzte - sie beraten dich gerne zu all deinen Fragen.

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