Epilepsie beim Hund – wie du richtig damit umgehst.

Tiere können genauso wie Menschen unter Epilepsie leiden. Für Hundehalter ist der Anfall beim Hund eine furchteinflößende Erfahrung und die meisten Tierbesitzer wissen nicht, wie man damit umgehen sollte.


Artikel von
Dr. Christian Dimitriadis
Tierarzt bei Dr. SAM
Inhaltsverzeichnis

Epilepsie ist die häufigste neurologische Erkrankung, die in der Praxis diagnostiziert wird. Ungefähr 1-2% der Hunde leiden an irgendeiner Form von Epilepsie. Aber was ist denn Epilepsie genau, wodurch entsteht sie und was kannst du während so eines Anfalls für deinen Liebling tun?

Definition:

Epilepsie ist eine Erkrankung, bei der Krampfanfälle hervorgerufen werden, ohne dass eine klare Ursache dahintersteckt. Lediglich bei einem einzelnen Anfall spricht mal nicht direkt von einer Epilepsie. Prinzipiell unterscheidet man 2 Arten von Epilepsie:

  • Symptomatische Epilepsie
  • Idiopathische Epilepsie

Bei einer symptomatischen Epilepsie werden Anfälle meistens durch Stoffwechselstörungen (wie z.B. Diabetes, Lebererkrankungen, Nierenerkrankungen, Schilddrüsenerkrankungen), Veränderungen im Gehirn (Tumore) oder Vergiftungen ausgelöst.

Die idiopathische Epilepsie ist beim Hund die am Häufigsten diagnostizierte Form der Epilepsie. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass keine klare Ursache vorliegt. Hunde sind in der Regel gesund und zeigen sonst keine Auffälligkeiten.

Je nachdem ob ein Anfall das ganze Gehirn oder nur begrenzte Areale betrifft, spricht man von einer generalisierten (an beiden Gehirnhälften) oder fokalen(nur bestimmte Areale) Epilepsie

Ursache:

Das Nervensystem deines Vierbeiners funktioniert im Grunde genauso wie bei uns Menschen. Die Nerven kommunizieren miteinander durch elektrische Impulse und steuern so unsere Körperfunktion und die Muskelbewegung. Das Gehirn ist hierbei die Steuerzentrale unseres Körpers. Bei einem epileptischen Anfall kommt es zur Reizüberflutung im Gehirn und somit zur unkontrollierten Weiterleitung von elektrischen Impulsen. Das Ergebnis sind unkontrollierte Muskelkrämpfe bis zum Verlust des Bewusstseins.

Bei einer symptomatischen Epilepsie kommen folgende Ursachen in Frage:

  • Unterzuckerung (Hypoglykämie)
  • Leberekrankungen
  • Nierenerkrankungen
  • Vergiftungen (Düngermittel, Schneckenkorn, Frostmittel, Schimmelpilze)
  • Veränderungen im Gehirn wie z.B ein Wasserkopf (Hydrocephalus). Dieser kommt typischerweise beim Chihuahua, Mops, Französische Bulldoggen, oder beim Yorkshire Terrier vor.
  • Infektionen, wie eine Hirnhautentzündung oder eine Entzündung der Gefäße im Gehirn
  • Trauma ach z.B. einem Autounfall, einem Sturz oder wenn schwere Gegenstände den Schädel getroffen haben. Eine Hirnblutung aufgrund eines Unfalls könnte auch Epilepsie verursachen.
  • Ein Hirntumor könnte auch die Ursache einer Epilepsie sein. Kurzschnäuzige Hunderassen (Mops, französische oder englische Bulldogge, Boston Terrier sowie Pekingese) sind öfter betroffen als andere Hunderassen.

Bei einer idiopathischen Epilepsie ist die Ursache meistens unbekannt. Es wird eine genetische Vererbung vermutet. Die Nachkommen eines Hundes mit einer idiopathischen Epilepsie haben laut aktuellen Studien eine höhere Wahrscheinlichkeit an Epilepsie zu erkranken. Typischerweise ist die Altersspanne von Hunden, die an idiopathischer Epilepsie leiden, zwischen 1-5 Jahren.

Symptome und Diagnose:

Je nachdem ob ein epileptischer Anfall fokal (einzelne Areale des Gehirns betroffen) oder generalisiert ist, kann man unterschiedliche Symptome erkennen. Bei einem generalisierten Anfall gibt es 3 Stadien:

  • Stadium 1: Es kommt zu einer Verhaltensveränderung. Meistens zeigt der Hund unspezifische Anzeichen. Unruhe, das Jagen seines Schwanzes, Lecken der Lippen, Urinieren und sinnloses Bellen können Anzeichen eines generalisierten Anfalls sein.
  • Stadium 2: Hier findet der eigentliche Anfall statt. Es kommt zu einer Versteifung der Muskeln, Paddelbewegungen sowie Muskelkrämpfe. Der Hund kann dabei Speichel und Urin oder Kot verlieren. In dieser Phase ist es typisch, dass der Hund nicht ansprechbar ist und dass er das Bewusstsein verliert. Nach ein paar Minuten endet ein Anfall und in den meisten Fällen, weiß der Hund nicht was passiert ist. Diese Phase ist auch die schwierigste für den Hundebesitzer, da er meistens nicht, weiß wie er reagieren soll. In der Regel ist ein einzelner Anfall nicht schlimm. Schäden kommen erst vor, wenn der Anfall länger als zehn Minuten anhält oder die Anfälle nicht mehr aufhören. In diesem Fall muss der Hund in die Tierklinik, um die Serie von Anfällen zu unterbrechen. Wenn du schon mal einen Anfall bei deinem Hund erlebt hast, solltest du vom Tierarzt Notfallmedikamente bekommen, um in Zukunft Anfälle selbst unterbrechen zu können.

Was du während eines Anfall beachten musst: Auf keinen Fall solltest du irgendwie versuchen die Hände in den Mund deines Hundes zu stecken, um die Zunge rauszuholen! Die Muskeln sind während eines Anfalls so angespannt, dass dich der Hund massiv beißen könnte ohne, dass er das mitbekommt
  • Stadium 3: Der Hund ist wieder bei Bewusstsein und ziemlich erschöpft. Es können Stunden vergehen bis dein Hund sich wieder erholt hat. Bitte beachte: Manche Hunde erholen sich langsamer als andere.

Bei einem fokalen Anfall, wenn also einzelne Areale des Gehirns betroffen sind, sind die Symptome gar nicht so leicht zu erkennen! Der Hund ist in diesem Fall immer ansprechbar und vom Bewusstsein klar

Symptome einer fokalen Epilepsie sind:

  • Das Schnappen nach Fliegen
  • Zuckungen an der Wange, Lefze oder dem Augenlid
  • Zuckungen an den Gliedmaßen oder einzelner Muskeln

Wenn dein Hund einen Anfall hatte oder du das Gefühl hast, dass irgendetwas nicht stimmt, sollte immer nach der Ursache gesucht werden. Die Diagnose einer Epilepsie kann eine komplizierte Angelegenheit sein. Neben der allgemeinen und neurologischen Untersuchung, sollte eine Blutuntersuchung sowie ggf. ein CT bzw. MRT durchgeführt werden.

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Therapie:

Bei einer symptomatischen Epilepsie, sollte die Ursache gefunden und beseitigt werden. Nur dann besteht die Chance, dass dein Liebling keine Anfälle mehr bekommt.  

Wenn dein Hund allerdings an einer idiopathischen Epilepsie leidet und wiederkehrende Anfälle stattfinden sollten antiepileptische Medikamente eingesetzt werden. Bei jedem Anfall können Nervenzellen sterben, was den Zustand deines Hundes verschlimmern könnte.

In der Regel wird eine Medikation benötigt wenn:

  • Mehr als 2 Anfälle pro Jahr stattfinden
  • die Anfälle nicht mehr aufhören und mehrere Anfälle hintereinander stattfinden
  • die Anfälle länger als 5 Minuten dauern

Ziel einer antiepileptischen Therapie ist die Häufigkeit, die Stärke sowie die Dauer der Anfälle zu reduzieren. 30 Prozent der Hunde brauchen in der Regel mehr als eine antiepileptische Medikation, damit Ergebnisse zu sehen sind.

Du solltest auf keinen Fall erwarten, dass die Anfälle komplett verschwinden. Bei manchen Hunden mag es der Fall sein, bei den meisten allerdings nicht.

Es kann sein, dass dein Hund extrem müde wird, wenn er das erste Mal Medikamente bekommen hat. In diesem Fall muss man abwarten, bis sich der Körper daran gewöhnt hat (ca. 4 Wochen) oder im schlimmsten Fall muss eine andere Therapie gewählt werden. Es braucht Geduld, bis man die passende Medikamentendosierung gefunden hat.

Wenn du dir nicht sicher bist wie du vorgehen sollst oder Fragen hast, melde dich bei unseren Tierärzten. Wir sind da, um deine Fragen direkt zu beantworten.

Vorsorge:

Während eines Anfalls kannst du als Hundebesitzer wenig tun. Das Aufnehmen eines Videos mit dem Smartphone ist sehr nützlich, damit der Tierarzt im Nachhinein das Anfallsgeschehen sehen und bewerten kann. Bleib ruhig und versuche keine Panik zu bekommen.

Man sollte nicht versuchen den Hund ruhig zu halten. Halte die Hände weg vom Maul deines Hundes, da die Gefahr besteht, dass du gebissen wirst!

Um jetzt zu wissen wie es mit deinem Hund weitergeht, brauchst du den Rat eines Tierarztes. Unsere Tierärzte von Dr. SAM sind in der Telemedizin spezialisiert und können Anhand von Telefon- und Videoberatungen über dein Handy die Symptome einschätzen und dir sofortige Hilfe bieten!

Liebe Grüße,
Dr. Christian Dimitriadis
- Tierarzt bei Dr. SAM

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