Meine Katze hechelt plötzlich! – Was steckt dahinter?

Bei Hunden haben wir Tierbesitzer schon oft gesehen, dass er hechelt. Bei Katzen allerdings kommt das eher selten vor und wir Katzenbesitzer werden deswegen schnell unsicher. Fehlt meiner Samtpfote etwas? Ist etwas nicht in Ordnung? Dies sind nur wenige Fragen, die uns Katzenhalter direkt durch den Kopf gehen. Wie du die verschiedenen Ursachen bei deiner Katze erkennen kannst und was du dagegen unternehmen kannst erfährst du in diesem Artikel.

Artikel von
Dr. Johanna Lüssenhop
Tierarzt/Tierärztin bei Dr. SAM
Inhaltsverzeichnis

Definition

Als Hecheln bezeichnet man ein sehr schnelles Atmen mit offenem Maul. In der Regel ist es kein Anzeichen für eine Krankheit, wenn eine Katze hechelt. Normalerweise liegt die Atemfrequenz einer Katze zwischen 20 und 40 Atemzüge in einer Minute. Bei Anstrengung oder körperlicher Belastung kann diese Frequenz deutlich erhöht sein und du kannst beobachten, dass sie hechelt.  Ist ein ungefährlicher Auslöser bei deiner Katze dafür verantwortlich, dass sie hechelt, beobachtest du dieses Verhalten nur sehr kurz. Teilweise kannst du dies dann auch einer bestimmten Situation zuordnen, die du beobachtet hast. Das kommt besonders dann vor, wenn du z.B. sehr intensiv mit ihr gespielt hast und sie dann durch die Anstrengung anfängt zu hecheln. Besteht bei deiner Katze aber eine gesundheitliche Beschwerde, die dieses Hecheln verursacht, wirst du über einen längeren Zeitraum dieses Verhalten beobachten.

Ursache

Damit eine Katze hechelt kommen viele verschiedene Ursachen in Frage. Zu denen können ganz harmlose Gründe, aber auch einige Krankheiten gehören. 

Diese Ursachen voneinander zu trennen kann mitunter gar nicht so einfach sein. Damit du erkennen kannst, was bei deiner Katze der Auslöser sein kann, haben wir dir hier die 8 Top Ursachen zusammengestellt:

  • Herzerkrankungen: Krankheiten die das Herz und Kreislaufsystem deiner Katze betreffen können ebenfalls zu Beschwerden führen, die sich damit äußern, dass dein Liebling hechelt. 
  • Hitze: Bei hohen Temperaturen kannst du dieses Verhalten häufiger beobachten. Denn Katzen können nur an den Pfoten schwitzen und müssen über andere Wege ihre Körpertemperatur regulieren. Dazu gehören u.a. das belecken des Fells, aber auch das hecheln. 
  • Körperliche Anstrengung: Durch intensive Bewegung und Anstrengung kann es dazu kommen, dass der Körper mehr Sauerstoff benötigt. Dies führt auch dazu, dass eine Katze in diesen Momenten schneller atmet und wir hecheln beobachten können.
  • Angst und Stress: Auch Angst und Stress können bei einer Katze zu einer körperlichen Anstrengung führen, sodass wir dieses Verhalten bei unserer Samtpfote sehen können. Momente wie z.B. Umzüge, eingesperrt sein in einer Transportbox oder bei einer Autofahrt können dazu führen, dass deine Katze hechelt.
  • Übergewicht: Übergewichtige Vierbeiner können durchaus schneller aus der „Puste“ geraten und auch bei kurzen Anstrengungen hecheln. 
  • Geburt: werdene Katzenmütter können durch die Geburtsschmerzen oder beim Auftreten der Wehen und dem damit verbundenen Stress durchaus vermehrt hecheln. 
  • Infektionen: Infektionserkrankungen mit Viren oder Bakterien können dafür verantwortlich sein, dass eine Katze hechelt. Nicht nur Erkrankungen der Atemwege, sondern auch Infektionen die für Fieber sorgen, können dafür verantwortlich sein, dass deine Katze ein verändertes Verhalten zeigt.
  • Stoffwechselerkrankungen: Erkrankungen wie z.B. eine Schilddrüsenüberfunktion können den Blutdruck erhöhen. So kommt es, dass eine Katze in diesen Fällen auch eine Veränderung beim Atmen zeigen kann.

Symptome und Diagnose

Grundsätzlich bedeutet es nichts schlimmes, wenn deine Katze Mal hechelt. Meistens steckt ein direkter Auslöser dahinter und dieser Moment geht schnell wieder vorbei. So kannst du dieses Verhalten z.B. beobachten, wenn deine freilaufende Katze plötzlich gehetzt und hechelnd nach Hause gelaufen kommt, sich aber danach schnell wieder beruhigt. Auch nach intensiven Spielen kann dir dieses Verhalten auffallen, aber nach einer kleinen Pause ist deine Katze wie immer. Beobachtest du dieses hecheln aber häufiger, oder deine Katze ist plötzlich nicht mehr so belastbar, solltest du genauer hinschauen. Die Hauptursache fürs Hecheln bei der Katze sind Herzerkrankungen.

Katzen, die aufgrund einer Krankheit hecheln, zeigen meist noch weitere Anzeichen auf die du achten kannst. Zu denen gehören u.a. Anzeichen für Fieber, wie Müdigkeit, Trägheit und Appetitlosigkeit

Aber auch Zeichen für Schmerzen, sehr angestrengte Atemzüge oder starke Atemgeräusche (Rasseln, Räuspern) fallen die bei näherer Beobachtung auf. 

Fällt dir auf, dass deine Katze vermehrt oder stark hechelt, und du kannst dieses Verhalten mit keinem Auslöser in Verbindung bringen oder deine Katze hört nicht mehr damit auf, solltest du dir tierärztliche Unterstützung sichern. Diese ist besonders wichtig, wenn deine Katze unter Atemnot leidet. Die erkennst du daran, dass deine Katze in diesen Fällen hektisch und flach atmet. Die Atemzüge sind dabei sehr schnell und es wirkt so, als würde mit großer Anstrengung jeder Atemzug ganz tief in den Körper gesogen werden. Auch stöhnende oder röchelnde Atemgeräusche kannst du in diesen Momenten bei deiner Katze entdecken. 

Für deinen Tierarzt ist es dann wichtig zu erfahren, wann dieses Verhalten angefangen hat und ob du eventuell im Vorfeld bemerkt hast, dass schon kleinere körperliche Belastung dazu geführt hat. Nach einer allgemeinen Untersuchung kann dein Tierarzt entscheiden, ob weitere Untersuchungen notwendig sind. So kann es sein, dass Blutuntersuchungen angeraten werden, ein Röntgenbild gemacht wird oder einen Ultraschall bei deiner Katze durchgeführt werden soll. 

Quelle: B. Plank/ imBILDE.at

Therapie

Wenn z.B. hohe Außentemperaturen dafür verantwortlich sind, dass deine Katze hechelt, kannst du ihr feuchte und kühle Stellen bereiten. Das kann dir mit dem Auslegen von feuchten Tüchern gelingen. Selbstverständlich sollte für deine Samtpfote jederzeit frisches Wasser bereitstehen, damit sie bei Hitze oder Anstrengung ihren Durst stillen kann. Zeigt deine Katze aufgrund von Angst oder Stress dieses Verhalten, kann es sehr schwierig sein sie zu beruhigen. Du solltest dann versuchen ihr Sicherheit und Zuwendung zu signalisieren. Das kann dir dadurch gelingen, dass du mit ihr sprichst oder behutsam mit ihr umgehst. Ist deine Katze allerdings stärker betroffen und eventuell erkrankt, können verschiedene Medikamente notwendig werden. Je nach Erkrankung kommen bei Infektionen z.B. Antibiotika und Entzündungshemmer zum Einsatz. Bei Herzerkrankungen hingegen, können verschiedene Medikamente für das Herz-Kreislauf-System oder auch entwässernde Mittel verordnet werden. Bei Schilddrüsenerkrankungen hingegen werden gezielt Medikamente eingesetzt, die die Funktion dieses Organs regulieren.

Liebe Grüße,
Dr. Johanna Lüssenhop
- Tierarzt bei Dr. SAM

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Dr. Johanna Lüssenhop
Tierarzt/Tierärztin bei Dr. SAM
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