Meine Katze hat Flöhe – Was muss ich beachten?

Autor: Dr. Barbara Wilm | Zuletzt bearbeitet: 27. März 2022 | Lesezeit: 16 min
Katze mit Flöhen kratzt sich zu Hause am Kopf

Flöhe sind kleine, blutsaugende Parasiten. Sind sie erstmal mit unseren Katzen ins Haus gelangt, kann ihre Bekämpfung sehr arbeitsintensiv sein – denn sie sind sehr widerstandsfähig. Was du beachten musst und wie du sie effektiv bekämpfen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Definition

Der Katzenfloh (medizinisch Ctenocephalides felis) ist ein Parasit, der auf der Körperoberfläche lebt. Flöhe sind Insekten, die vom Aussehen ca. 2 mm groß sind und eine rot-braune Farbe haben. Sie leben im Fell oder in der Umgebung von Katzen und ernähren sich von Blut. Flöhe vermehren sich rasant und übertragen sich, indem sie von einem Haustier auf das andere springen. Grundsätzlich ist ein Flohbefall nicht schlimm, aber er kann für dich und deine Katze sehr lästig werden. Diese kleinen und sehr widerstandsfähigen Parasiten können zu starkem Juckreiz, bei deiner Katze führen. Außerdem können Hautentzündungen und eine Übertagung von Würmern stattfinden. Hast du diesen Parasiten erstmal in eurem Zuhause ist die Bekämpfung sehr kräftezehrend. Neben regelmäßigen und gründlichen Hausputz, stehen auch Reinigungen der Liegeplätze deines Lieblings auf der Liste, der notwendigen Maßnahmen. Auch die Behandlung deiner Katze mit einem Flohmittel ist dann unerlässlich, damit du diese Katzenflöhe gut bekämpfen kannst. 

Ursache

Katzenflöhe leben bei uns in Deutschland in der Natur und können leicht eingeschleppt werden. Denn auch ihre Larven, können wir unbemerkt an unseren Straßenschuhen, mit ins Haus tragen. So können auch unsere Hauskatzen, die nicht selbstständig nach draußen gehen, sich mit Katzenflöhen anstecken. Ein Katzenfloh ist ca. 1,5 bis 4,5 Millimeter groß und hat einen braunen Körper. So können wir ihn mit dem bloßen Auge bereits erkennen. Insgesamt hat ein Katzenfloh sechs Beine, von denen die Hinterbeine besonders kräftig ausgeprägt sind. Durch diese kräftigen Beine ist er in der Lage bis zu 25 Zentimeter weit zu springen. Im Frühjahr und Sommer findet der Floh in unserer Umgebung die besten Bedingungen, um sich zu entwickeln. Allerdings können, gerade eingeschleppte Flöhe im Herbst und Winter, sich bei uns zu Hause besonders wohlfühlen. Ein Floh braucht bei höheren Temperaturen und einem feuchten Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung ca. 3-4 Wochen, um sich vom Ei zur Larve und dann zu einem erwachsenen Floh zu entwickeln. Sind die Bedingungen nicht ideal, kann diese Entwicklung sogar bis zu 200 Tage dauern, oder der Floh sogar, in einem Kokon, bis zu einem Jahr überleben. Der erwachsene Floh befällt unsere Katze, saugt Blut und legt derweil Eier. Diese Eier fallen aus dem Fell unserer Vierbeiner heraus. Die daraus schlüpfenden und verpuppenden Larven kriechen meist in dunkle Ritzen und entwickeln sich weiter zu erwachsenen Flöhen. So können Flöhe, das Zuhause von uns und unseren Katzen, schnell besiedeln und zu einem großen Problem werden. Gerade deswegen sollte schon bei einem Verdacht auf einen Flohbefall schnell gehandelt werden. Wichtig ist auch, dass gerade Katzenflöhe nicht wählerisch bei ihrer Nahrung sind. Denn um Blut saugen zu können, befallen sie auch andere Haustiere und uns Menschen

Anwendung eines Spot-Ons bei einer Katze. Quelle: Omega

Symptome und Diagnose

Um es dir leichter zu machen, herauszufinden, ob deine Katze einen Flohbefall hat, haben wir dir hier die 5 Top-Symptome zusammengestellt:

  • Juckreiz und häufiges Kratzen
  • Beißen in Körperstellen 
  • Stumpfes Fell, oder sogar haarlose Bereiche
  • Hautrötungen oder Entzündungen
  • Schwarzer, krümeliger Flohkot im Fell unserer Katze

Wenn du die Haut deiner Katze näher untersuchst, kannst du eventuell auf kleine rote Einstichstellen stoßen. Meistens liegen diese sehr nahe beieinander, weil ein Floh teilweise mehrfach zusticht. Das liegt daran, dass er bei der Suche nach einer geeigneten Stelle um Blut zu saugen ist, oder weil er zwischenzeitlich beim Saugen gestört wurde und danach erneut zusticht. Außerdem kannst du selbst versuchen herauszufinden, ob die schwarzen und krümeligen Krusten im Fell deiner Katze, Flohkot sind. 

Dafür kämmst du diese Krusten auf ein weißes Tuch (z. B. Taschentuch) und befeuchtest es dann mit etwas Wasser. Kommt es dann zu einer rötlich-braunen Verfärbung, handelt es sich wahrscheinlich um Flohkot. 

Denn diese Verfärbung entsteht dadurch, dass ein Floh das Blut unserer Katzen verdauen muss und dessen Bestandteile mit dem Kot wieder abgibt

Therapie

Katzenflöhe kannst du nur durch sehr zügiges und konsequentes Handeln bekämpfen, denn sie können äußerst hartnäckig sein.

Gründlich Staubsaugen solltest du deswegen über mehrere Wochen regelmäßig. Beachte dabei, dass der Staubsaugerbeutel im Anschluss gut verschlossen in dem Hausmüll entsorgt wird. Decken und Kissen, die als Schlafplätze deiner Samtpfote dienen, sollten bei 60 °C gewaschen werden, soweit das möglich ist. 

Je nach Bedarf, kann es für dich wichtig werden, dass du geeignete Flohmittel für die Umgebung (Fogger) benötigst. Dies kann notwendig werden, wenn du z. B. einen sehr starken Flohbefall hast und sicherstellen möchtest, dass auch Eier und heranreifende Flöhe abgetötet werden. Die Katzenflöhe kannst du dann mithilfe von Anti-Floh-Mitteln für die Umgebung, Umgebungssprays oder Vernebler bekämpfen. Wichtig dabei ist aber, dass heranreifende Flöhe durch ein Kokon sehr gut geschützt sein können. Deswegen solltest du trotz solcher Maßnahmen die Liege- und Schlafplätze deiner Katze konsequent weiter reinigen. 

Diese werden wiederum als Spot-On Präparate (Tropfen die man auf die Haut im Nacken aufträgt), Tabletten, Sprühflaschen und Halsbänder unterteilt. Je nach Befall und Situation sollten andere Präparate angewandt werden. Die richtige Vorgehensweise:

Nupet von Dr Sam Katze

Nupet für die Katze

Floh- und Zeckenschild für Katzen

  • Anwendung alle 3 Monate
  • Hervorragend verträglich
  • Hilft ohne Chemie
  • Hohe Wirksamkeit

  1. Flohbekämpfung am Tier
  2. Flohschutz am Tier
  3. Flohbekämpfung in der Umgebung
  4. Entwurmung deiner Katze

Viele Flohmittel die für Hunde verträglich sind, lösen bei Katzen schwere Vergiftungen aus. Wenn du ein Präparat aufgetragen hast und deine Katze anfängt zu zittern, speicheln oder krampfen handelt es sich um einen Notfall!

Die Tierärzte bei Dr. SAM helfen dir gerne die Situation einzuschätzen und geben dir durch die online Sprechstunde nützliche Tipps.

Ebenfalls solltest du Katzenflöhe bekämpfen, in dem du deine Katze mit einem wirksamen Flohmittel versorgst. So kannst du sicherstellen, dass dein Liebling nicht weiter befallen wird.

Solche Flohmittel kannst du z. B. als Spot-on Präparat, Halsband, Tablette oder Spray erwerben. Viele dieser Mittel schützen auch vor dem Befall mit anderen Parasiten.

Bist du dir unsicher und würdest du gern mehr über Dr. SAM erfahren – klicke einfach den Link an und erhalte weitere Einblicke in unsere Arbeit. 

Stelle deine Frage direkt per WhatsApp einem Tierarzt!
Jetzt chatten