Impfung bei Katzen - Was Sinn macht

Die Impfung von Haustieren, insbesondere von Hauskatzen ist ein sehr kontroverses Thema. Wann macht es aber tatsächlich Sinn eine Katze, die nie rausgeht zu impfen? Wie sieht es bei Freigängern aus?

Artikel von
Dr. Christian Dimitriadis
Tierarzt/Tierärztin bei Dr. SAM
Inhaltsverzeichnis

Definition

Bei schlimmen Infektionskrankheiten, wenn deine Katze nicht geimpft ist, kann der Körper nicht so schnell Antikörper bilden, um den Erreger abzutöten. Die Impfung dient dem Aufbau eines Immunschutzes. Ziel einer Impfung ist es im Vorfeld Antikörper zu bilden, damit der Körper einen Erreger im Falle einer Infektion effektiv bekämpfen kann. Wenn deine Katze aber geimpft ist passiert dies schneller, sodass Erreger viel schneller abgetötet werden können. Der Grund dafür ist, dass der Körper viel schneller Antikörper bilden kann, wenn er schon mal Kontakt mit dem Erreger hatte. Katzen sind aber generell anfälliger für Infektionen, als andere Säugetiere. Die Ursache dafür ist nicht genau bekannt.

Infektionskrankheiten und insbesondere Viren können sogar tödlich sein. Auch wenn das Virus nicht tödlich ist, ist das Immunsystem massiv geschwächt, so dass Bakterien den Organismus schädigen können. Somit stellt die Impfung eine lebensrettende und sinnvolle Maßnahme dar. Eine Impfpflicht an sich gibt es in Deutschland nicht.

Wirkungsweise

Das Immunsystem schützt uns, sowie unseren Stubentiger, vor fremden Stoffen und Eindringlingen. Sobald ein Erreger in den Körper eindringt, erkennt das Immunsystem diesen als Fremd und greift ihn an. Es gibt unterschiedliche Stufen von Immunabwehr. Als Erstes greift eine allgemeine Immunabwehr an. Wenn diese es nicht schafft den Erreger zu eliminieren, kommt die spezifische Immunabwehr zum Einsatz. Die spezifische Immunabwehr produziert gezielt Antikörper, um die Erreger abzutöten. Je nach Erreger werden diese Antikörper langsam oder schneller gebildet.

Durch eine Impfung wird ein Erreger in den Körper deines Tieres injiziert, der zuvor von uns Menschen künstlich im Labor deaktiviert oder abgetötet wurde. Das Immunsystem deiner Katze denkt, es wäre eine wahre Infektion und fängt an, Antikörper zu bilden.

Damit eine Impfung wirkt, muss der Körper genug Antikörper gebildet haben, um die Infektion abzuwehren. Das ist leider nicht immer der Fall, vor allem wenn sich ausschließlich der Erreger in der Impfdosis befindet. Deswegen werden in Impfungen oft die sog. Adjuvantien zugesetzt. Es sind chemische Stoffe, die das Immunsystem noch aufmerksamer machen und die Wirkung eines Impfstoffes verbessern. Beispiele hierfür sind Aluminium oder Vitamin E.  Diese Adjuvantien in Impfungen, sind oft ein Diskussionsthema in der Human- sowie in der Tiermedizin. Es wurde für eine lange Zeit angenommen, dass diese Adjuvantien diverse Krankheiten verursachen. Nach jahrelanger Forschung konnte dies jedoch nicht bestätigt werden. Zusätzlich ist die Menge dieser Stoffe extrem gering.

Krankheiten

  • Tollwut: Ist eine tödlich verlaufende Viruskrankheit. Menschen sowie Tiere können sich mit dem Tollwutvirus infizieren und erkranken. Deutschland gilt seit 2008 offiziell als Tollwutfrei.  Das heißt, dass außer bei Fledermäusen, keine Tollwut vorkommt. Nichtsdestotrotz sollten Freigänger oder Tiere, die ins Ausland reisen, geimpft werden. Denn nur durch das gewissenhafte Impfen, haben wir die Tollwutfreiheit erreicht. Die Tollwutimpfung kann je nach Einreisebestimmungen des jeweiligen Landes stark variieren.
  • Katzenschnupfen: Bei dem sogenannten Katzenschnupfen handelt es sich um einen Krankheitskomplex. Das heißt, dass nicht nur einer, sondern mehrere Erreger gleichzeitig oder einzeln zur Erkrankung führen können. Wenn du mehr darüber wissen möchtest, schau dir unseren Artikel Katzenschnupfen an. Wir empfehlen Hauskatzen sowie Freigänger gegen den Katzenschnupfen (RCP-Impfung) zu impfen. Die Impfung schützt nicht immer 100 % vor einer Infektion. Bei einer Erkrankung werden die Symptome jedoch stark abgemildert. Diese Impfung muss jährlich wiederholt werden.
  • Katzenseuche (Panleukopenie): Hierbei handelt es sich um eine akut verlaufende Krankheit, bei der die weißen Blutkörperchen vom Virus zerstört werden. Eine Impfung ist bei Hauskatzen (auch in der RCP-Impfung) sowie Freigängern sinnvoll.
  • Katzenleukämie (FeLV): Das feline Leukämievirus verursacht eine schwere Infektion bei der Katze. Fälschlicherweise wird oft der Begriff Leukose verwendet. Das Immunsystem sowie der Darm werden durch das Virus angegriffen. Meistens ist eine Impfung bei Freigängern sinnvoll.
  • Felines Coronavirus (FeCoV und FIP): Das Coronavirus ist ein Darmvirus, welches nach einer Mutation das sog. FIP (akute Bauchfellentzündung der Katzen) bei der Katze verursacht. Es ist der einzige Impfstoff bei Katzen, der über die Nase gegeben wird. Meistens ist eine Impfung bei Freigängern sinnvoll. Die Wirksamkeit der FeCoV-Impfung ist umstritten und es wird eher angenommen, dass diese nicht zum Schutz beiträgt.

Empfehlung

Katzen kann man ab der 8. Lebenswoche impfen. Katzenwelpen haben den besten Schutz, wenn das Muttertier auch geimpft war. Die Welpen bekommen sehr viele Antikörper durch die Muttermilch. In der Regel findet erst eine Grundimmunisierung durch die Impfung statt. Das ist der Grund, weswegen Welpen am Anfang öfter geimpft werden. Diese Grundimmunisierung wird durchgeführt, damit der Körper im Falle einer Infektion genug Antikörper hat, um die Erreger abzutöten.

Die Katze sollte vor einer Impfung immer allgemein untersucht werden. Das beinhaltet die Untersuchung der Maulhöhle, Augen, Ohren, Herz und Lunge, Bauch, Fell, Genitalien sowie die Kontrolle der Körpertemperatur.

Die Reihenfolge der Impfungen sollte folgende sein:

  1. 8 Lebenswoche: Impfung gegen Katzenseuche/Katzenschnupfen
  2. 12 Lebenswoche: Impfung gegen Katzenseuche/Katzenschnupfen und Tollwut (für Freigänge oder wenn die Katze ins Ausland muss)
  3. 16 Lebenswoche: Impfung gegen Katzenseuche/Katzenschnupfen und Tollwut

Wahrscheinlich wundern sich einige, wieso jeder eine andere Empfehlung zur Auffrischung gibt. Das liegt daran, dass jeder Hersteller andere Angaben macht und nicht jede Impfung gleich lang gültig ist. In der Vergangenheit haben Antikörpertiterbestimmungen (die Messung, ob die Anzahl der Antikörper ausreicht) immer wieder gezeigt, dass manche Tiere viel zu viele Antikörper gebildet hatten und somit eine Auffrischung nicht nötig war aber andererseits gab es auch viele, die viel zu wenige Antikörper hatten, trotz jährlicher Impfung. Dies ist der hauptsächliche Grund weswegen viele Tierärzte dazu tendieren mehr zu impfen als es nötig ist. Wenn nicht genügend Antikörper im Blut sind, kann eine Infektion nicht bekämpft werden. Die aktuellen Impfstoffe sollte man jedes Jahr (außer Katzenseuche) nachimpfen. Tollwut hingegen alle 3 Jahre. Die Tollwutimpfung kann je nach Einreisebestimmungen des jeweiligen Landes stark variieren.

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Liebe Grüße,
Dr. Christian Dimitriadis
- Tierarzt bei Dr. SAM

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Dr. Christian Dimitriadis
Tierarzt/Tierärztin bei Dr. SAM
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