Kurz zusammengefasst:

Jedes Jahr sehen wir es wieder. Hunde auf unseren Weihnachtsmärkten. Wir wollen aufklären welchen Gefahren die Hunde ausgesetzt werden und wieso man seinen Hund besser nicht mitnehmen sollte.

Es ist wieder soweit: Viele von uns warten sehnsüchtig auf die Weihnachtszeit. Kein Wunder, es gibt Glühwein, Bratwurst, gebrannte Mandeln und viele weitere Leckereien, denn die Weihnachtsmärkte öffnen ihre Tore. Für einige Hundebesitzer stellt sich vor diesen Ausflügen die Frage: Nehme ich meinen Hund mit oder lasse ich ihn allein zu Hause?

Auch wenn ein Besuch auf den Weihnachtsmärkten für uns Spaß und Genuss bedeutet, gilt dies leider nicht für unsere Hunde. Natürlich freut er sich, wenn er uns begleiten darf, denn unsere Hunde lieben uns, genauso wie wir sie! Wieso du deinen Hund besser nicht mit auf einen Weihnachtsmarkt nehmen solltest und was für Gefahren solche Veranstaltungen mit sich bringen, erklären wir in diesem Beitrag.


Stellen wir uns unseren gemütlichen Abend auf dem Weihnachtsmarkt, aus der Perspektive unserer Hunde vor:

"Frauchen zieht Schuhe und Jacke an und sie will, dass ich mitkomme. Hurra! Also los, ab ins Auto. Vorfreude macht sich breit, geht es zum See? Oder in den Wald?

Es wird lauter, ich sehe viele Lichter. Frauchen stellt das Auto ab, es laufen sehr viele Menschen herum. Endlich macht sie die Tür auf und ich kann mehr sehen, mehr hören, mehr riechen. Wir sind nicht am Wald. Es riecht nach vielen leckeren Dingen, aber es ist laut. Ich höre Musik, Stimmen, Gelächter, schreiende Kinder. Dann soll ich aussteigen. Frauchen und ich laufen los. Es wird immer lauter - immer mehr Menschen - ich habe keinen Platz - weiß nicht wo ich bin. Ich werde nervös. Ich versuche so nahe wie möglich an den Beinen meines Frauchens zu bleiben. Das ist gar nicht so einfach, es sind so viele Menschen, ich kann nichts sehen! Immer wieder stößt jemand an mich. Kinder rufen wenn sie mich sehen oder wollen mich anfassen. Ich habe Angst. Es ist so laut. Ich kann Frauchen nicht hören. Alles riecht so lecker, aber ich weiß nicht wo es herkommt. Das Kind neben mir verliert etwas aus der Hand, ich weiß nicht was es ist - egal, ich kann es fressen. Frauchen hat nichts bemerkt. Wir bleiben stehen. Mir ist kalt. Die Menschen versuchen an mir vorbei zu laufen, immer wieder bleibt etwas in meiner Leine hängen und zieht an meinem Hals. Autsch! Sie treten auf meine Pfoten. Wir stehen in einer Menschengruppe. Alle haben Tassen in der Hand. Etwas tropft auf meinen Kopf. Aua! Das war heiß. Ich versuche mich zu orientieren. Welche Beine gehören meinem Frauchen? Ich werde panisch. Mein Fiepen hört sie nicht. Ich versuche mich klein zu machen, ziehe die Rute ein…"

shutterstock.com/4pmproduction

So oder so ähnlich sehen Weihnachtsmarktbesuche für unsere Hunde aus. Es ist nicht genug, dass er froh darüber ist, dass er uns begleiten darf. Die Menge an Menschen auf kleinem Raum und die damit entstehende Enge und der Lärm, lässt selbst einen sonst entspannten Hund schnell in Panik geraten. Hier sind 3 Gründe wieso du deinen Hund nicht mitnehmen solltest:

  1. Die Menschenmassen, die Musik und der Betrieb verursachen einen unglaublichen Lärm. Hunde nehmen die gesamte Geräuschkulisse intensiver und vor allem noch lauter wahr! Dazu kommt, dass unsicherer Hunde schnell panisch werden bei Geräuschen, die sie nicht kennen!
  2. Viele Menschen an einem Ort sind nicht nur laut, sondern es ist zusätzlich eng und es wird gedrängelt. Außerdem befinden sich Hunde nicht im Sichtfeld eines Menschen der über einen Markt geht. Das bedeutet die Hunde werden ständig angestoßen, jemand bleibt in der Leine hängen oder es wird sogar auf ihre Pfoten getreten.
  3. Abgesehen von der Gefahr getreten zu werden, birgt eine solche Veranstaltung mehr als genug Gefahren am Boden. Viele Menschen essen während sie laufen und nicht allzu selten fällt etwas von ihrem Essen zu Boden. Viele Hunde nehmen alles auf, was sie finden. Folgen können akuter Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen oder sogar Vergiftungen sein. Außerdem gehen mehr als genug Tassen und Gläser zu bruch. Weder Besitzer noch Hund können in einer Menschenmasse noch darauf achten nicht in eine Scherbe zu treten.

Grundsätzlich gehört ein Tier nicht auf Veranstaltungen, auf denen mit großen Menschenmengen zu rechnen ist, die Gefahren und der Stress dem dein Hund ausgesetzt wäre, wären einfach zu groß.

Auch wenn es lobenswert ist, dass du, als Besitzer, Zeit mit deinem Hund verbringen willst, oder ihn nicht allein zu Hause lassen möchtest. Wenn er nicht gut allein zuhause bleiben kann, plane deinen Ausflug auf den Weihnachtsmarkt frühzeitig und sorge dafür, dass jemand auf deinen Schatz aufpassen kann, solange du weg bist. Ebenfalls ist zu erwähnen, dass Hunde bei winterlichen Temperaturen auf gar keinen Fall im Auto warten sollten!


Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten den Winter stressfrei und entspannt mit seinem Hund zu verbringen. Beispielsweise ein Spaziergang im Wald, ein Ausflug in die Berge oder auch zusammen, kuschelig auf der Couch.

Wir wünschen euch eine fröhliche und vor allem stressfreie Weihnachtszeit.
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