Kurz zusammengefasst:

Für deinen Welpen ändert sich jetzt ganz plötzlich alles. Er ist plötzlich nicht mehr bei seiner Mutter und bei seinen Wurfgeschwistern, er ist in einer völlig fremden Umgebung, mit fremden Menschen, anderem Futter und ganz anderen Gerüchen.
Das ist für den Welpen zu Anfang ein richtiger Schock, und kann ihn emotional ganz schön belasten. Was kannst du tun um ihm die Umstellung zu erleichtern?

  • Lass dir vom Züchter oder Vorbesitzer eine ordentlich Portion des gewohnten Futters mitgeben, oder bitte ihn zumindest um die Details. Falls es ein gängiges Futter ist, kannst du deinen Neuzugang in der ersten Zeit noch damit füttern. Wenn du auf die Dauer etwas anderes füttern möchtest, kannst du die Umstellung langsam und stressfrei gestalten in dem du nach ein paar Tagen beginnst das neue Futter unterzumischen und über den Zeitraum von mindestens einer Woche das gewohnte Futter entsprechend ausschleichst.
  • Viele Züchter oder Vorbesitzer geben dem Welpen ein „Schnuffeltuch“ mit in das neue Zuhause. Das kann ein Plüschtier sein, oder auch einfach nur ein ausgedientes Handtuch; Hauptsache es riecht nach Zuhause. Lass den Welpen die Fahrt zu dir mit dem Tuch kuscheln, und leg es ihm in sein Körbchen oder in seine Box. Der gewohnte Geruch wirkt beruhigend und gibt dem kleinen Selbstvertrauen.
  • Macht in den ersten Tagen nicht zu viel. Kurze Spaziergänge in der unmittelbaren Nachbarschaft sind super, aber ein Besuch bei der Oma oder bei Freunden sollte noch ein paar Wochen warten. Der kleine muss erst mal sein eigenes neues Zuhause erkunden und sich dort wohl fühlen, bevor er wieder auf große Reise geht.

Den Hund an das Alleinesein gewöhnen

Wie leicht es deinem Hund fällt, alleine zu bleiben, ist von Hund zu Hund unterschiedlich. Manche Welpen können sich von Anfang an schon längere Zeit selbst beschäftigen, andere beginnen dich zu suchen sobald du nur den Raum verlässt.

Bei ganz nervösen Welpen, heißt das anfangs immer nur wenige Sekunden oder Minuten am Stück alleine lassen. Beginnen solltet ihr das Training auch erst in einem Raum nach dem anderen, und nicht sofort die Wohnung verlassen.

Macht nie zu viel auf einmal, denn lange Panikphasen können bei einem sensiblen Hund zu ernsthafter Trennungsangst führen.

Manche Hunde kann man damit konditionieren, dass man ihnen eine besondere Leckerei gibt, wenn man weg geht. Am besten eignet sich etwas, dass ein paar Minuten gekaut werden muss. So lernt der Hund: „Herrchen/Frauchen geht weg“ bedeutet „Super, ich bekomme ein Stück Pansen (oder ähnliches)!“

Im besten Fall freut sich der Welpe richtiggehend darauf dass ihr geht (weil es dann ja etwas leckeres gibt), und merkt erst ein paar Minuten später, dass er alleine ist. Weil er aber seine Kaustange genossen hat, statt sich aufzuregen dass ihr geht, ist er ruhig und bekommt keine Panik. Das funktioniert nicht bei jedem Hund gleich gut, aber einen Versuch ist es oft wert.

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