Kurz zusammengefasst:

Den Rückruf trainieren

Der zuverlässige Rückruf ist die Voraussetzung dafür, dass dein Hund frei laufen darf!

Eine Möglichkeit ihn zu trainieren, ist über eine Belohnung. Die Belohnung muss aber ziemlich toll sein, denn sie muss „mehr Wert sein“ als der Spielkamerad, das Eichhörnchen oder die Katze auf der anderen Straßenseite. Wähle also ein Leckeren aus, dem dein Welpe nicht widerstehen kann. Bewährt hat sich Hundeleberwurst aus der Tube. Die ist schnell gezückt, duftet richtig intensiv und das Ablecken zwingt den Hund dazu dir ganz nahezukommen.
Fang erst mit dem Hund an der langen Leine an. Ruf seinen Namen, oder gib einen Pfiff ab, und wenn er zu dir kommt, belohne ihr sofort. Wenn er noch nicht auf seinen Namen hört, kannst du den Ruf/Pfiff mit einem kleinen Ruck an der Leine kombinieren, sodass du die Aufmerksamkeit des Welpen bekommst. Wenn das gut klappt, kannst du die Übung auch im Garten oder in der Wohnung ohne Leine machen.

Auch wenn der Hund nicht sofort kommt, musst du am Anfang jedes Kommen belohnen, denn der Hund muss verstehen, dass es ihm bei dir immer gut geht. Mit ihm zu schimpfen, weil er nicht sofort gekommen ist, ist kontraproduktiv!

Wenn der Rückruf in der Wohnung und im Garten einwandfrei funktioniert, kannst du ihn draußen weiter ausbauen. Besonders gut lässt es sich auf eingezäunten Hundeauslaufflächen trainieren, denn da gibt es viel Ablenkung, aber keine Möglichkeit komplett zu verschwinden. Außerhalb umzäunter Gelände, solltest du deinen Hund so lange an der Schlepp- oder Flexileine lassen, bis der Rückruf wirklich zuverlässig funktioniert.

Leinenführigkeit

Jeder Hundebesitzer weiß wie unangenehm es für alle beteiligten ist, wenn ein Hund unkontrollierbar an der Leine zieht. Im Welpenalter kannst du den Grundstein dafür legen, dass dein Hund später gelassen und entspannt neben dir hertrottet. Bei einem gut erzogenen Hund, sollte die Leine nur noch als Sicherheit dienen. Gehorchen, sollte der Hund ganz ohne Zug.

Saubere, leichte Korrekturen, lassen sich an einem Halsband deutlich besser anwenden, als an einem Geschirr. Ein Geschirr verleitet den jungen, stürmischen Hund dazu sich „mit vollem Körpereinsatz“ hineinzustemmen. Wenn der Hund sich schon mit einem Großteil seines Gewichts in das Geschirr wirft, wird er leichte Korrekturen über die Leine gar nicht mehr wahrnehmen.

Bei sehr kleinen, oder körperlich vorbelasteten Rassen, insbesondere Bulldoggen, Mops, Dackel, Chihuahua und Pinscher, ist es trotzdem sinnvoll ein Geschirr zu nutzen, da sonst die Gefahr besteht, dass sich der Hund am Halsband verletzt.

Für die Grundausbildung an der Leine, brauchst du eine kurze, schlichte Leine. Die Leine sollte von ihrem Gewicht her auf die Größe des Hundes abgestimmt sein. Flexileinen oder Schleppleinen sind bei dieser Übung ungeeignet.

Für viele junge Hunde reicht es, wenn du eine kurze Strecke die er ruhig und entspannt neben dir hergetrottet ist, belohnst. Wenn er sich nicht so benimmt, wie du es dir wünscht, gibt’s kein Lob und auch kein Leckerchen. Die meisten Hunde verstehen sehr schnell worum es geht. Wenn dein Hund zu aufgeregt oder abgelenkt ist, und nicht von sich aus „bei Fuß“ bleibt, kannst du folgende Übung ausprobieren:

  1. Geh mit dem Hund an der kurzen Leine los. Sobald er mit dir auf einer Höhe geht, sagst du „Fuß“, und belohnst ihn.
  2. Geh immer so zügig weiter, dass der Welpe keine Zeit hat sich mit seiner Umgebung zu beschäftigen, sondern sich ausschließlich auf dich und auf seine eigenen Füße konzentrieren muss.
  3. Du solltest dich auch nicht ablenken lassen! Jetzt wird erst mal das Handy weggesteckt und die Nachbarin nur kurz gegrüßt.
  4. Wenn der Welpe vorläuft, oder in eine andere Richtung zieht, ruckst du kurz und sachte an der Leine um seine Aufmerksamkeit zu bekommen, drehst dich dann um und gehst in eine andere Richtung. Wenn der Hund wieder bei dir angekommen ist, dreht ihr euch gemeinsam wieder „in Fahrtrichtung“, du sagst „Fuß“, belohnst ihn und ihr geht wieder weiter.

Über diese Übung, soll ein Welpe lernen, dass der effektivste Weg vorwärtszukommen, an deiner Seite ist, und das Ziehen an der Leine immer dazu führt, dass er wieder eine Strecke zurück gehen muss.

Wenn du merkst, dass du mit deinem Hund nicht weiter kommst, er trotz alles Mühen an der Leine zerrt, nicht entspannen kann, und ihr frustriert seid, ist es Zeit einen Hundetrainer aufzusuchen! Oft sind es Kleinigkeiten, die man grundsätzlich falsch macht, die einem Profi sofort auffallen.

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