Eine tiergerechte Weihnachtszeit

Worauf sollte ich achten, damit es meinem Tier an Weihnachten gut geht?

Die Adventszeit und vor allem die Festtage bescheren uns und unseren Liebsten aufregende, glückliche und bewegende Stunden.

Für unsere vierbeinigen Freunde dagegen ist Weihnachten eine neue, ungewohnte Zeit. Ihr vertrautes Umfeld sieht plötzlich völlig anders aus. Der Baum braucht Platz und Tisch und Stühle stehen plötzlich anderswo. Weihnachtliche Dekorationen werden aufgestellt. Den gewohnten Tagesablauf gibt es nicht mehr. Und Frauchen und Herrchen sind nervös und hektisch und verlieren schneller die Geduld.

Wie und wodurch die Weihnachtszeit für Hund und Katze ungesund, gefährlich, ja unerträglich werden kann, erfährst du hier.

Weihnachtseinkauf & Weihnachtsmarkt: dein treuer Freund bleibt besser zu Hause

Für deinen Hund ist eine Einkaufstour und der Bummel über einen Weihnachtsmarkt nur Stress. Der ärmste muss sich durch ein endloses Gewimmel von Beinen und Füßen durcharbeiten. Er nimmt verschiedenste neue Gerüche wahr, die er weder einordnen noch auseinanderhalten kann.

Bleibst du auf deinem Weg durch das Gedränge an Ständen stehen, lauern auf dem Boden Gefahren. Gebratene und in Öl gebackene Essensreste , aus Kinderhand gefallene Süßigkeiten, kleine Gegenstände, die dein Hund verschlucken kann.  Und dann der Lärm: Diese Kakophonie aus redenden, schreienden, singenden, lachenden Menschen, aus dröhnenden Weihnachtsliedern, quietschenden Kinder-Karussells und Glockengeläut verwirrt deinen Liebling und macht ihm Angst. Solltest du bemerken, dass dein Hund etwas vom Boden gefressen hat und es ihm plötzlich schlecht wird, rufe sofort bei Dr. SAM an. Der Tierarzt wird dir sagen was zu tun ist.

Tue deinem Bello was Gutes. Lass ihn daheim und mach mit ihm an einem anderen Tag einen langen Waldspaziergang.

Der wunderschöne Weihnachtsbaum birgt Gefahren für Katze und Hund

Sorge dafür, dass der Baum sicher steht, am besten in einer Zimmerecke. Bestücke ihn nicht mit brennenden Kerzen, die sind auch ohne Haustiere brandgefährlich. Stelle den Stamm nicht in einen Ständer, der für längere Haltbarkeit mit Wasser gefüllt wird. Katze und Hund dürfen das Wasser nicht trinken. Es enthält Giftstoffe. Auch die Tannenzweige und Nadeln sind giftig.

Manche Bellos und Mausis ignorieren deinen reich geschmückten Tannenbaum völlig. Andere aber sehen in ihm die Spiel-Attraktion des Jahres. Unwiderstehlich werden sie angezogen von allem, was leuchtet, glitzert, sich spiegelt und sich bewegt.

Ein großer Teil des Baumschmucks aus den üblichen Materialien kann gefährlich werden für dein Haustier. Die Kugeln aus Glas oder Porzellan können zerbrechen. Die Tiere verletzen sich daran. Glassplitter, Lametta, Engelshaar und kleine Anhänger sind leicht zu verschlucken.  Sie können die Schnauze, die Nase, den Rachen und den Magen-Darm-Trakt verletzen.

Sprühschnee ist giftig. Auch Lichterketten sind nicht ungefährlich. Mit einem Biss in das Kabel fängt sich dein Liebling einen Stromschlag ein.

Viele Familien hängen Süßigkeiten für die Kinder in den Weihnachtsbaum. Besser du verzichtest darauf. Wenn sie vom Baum fallen und Katze oder Hund sie frisst, kann das schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben.

Sollte sich dein Vierbeiner verletzt haben oder etwas Gefährliches gefressen haben, berate dich mit einem Tierarzt von Dr. SAM oder fahr zu deinem Tierarzt vor Ort.

Am besten du verhinderst gleich am ersten Tag mit einem deutlichen „NEIN“, dass dein vierbeiniger Freund am und mit dem Baum spielt. Biete ihm stattdessen ein anderes interessantes Spiel an.

Die Reste der Speisen und Menus sind für Hund und Katze tabu

Sie gehören nicht in den Fressnapf, auch nicht als kleines Leckerli. Wie zum Beispiel Geflügelknochen für den Hund. Sie splittern leicht. Sie können Schnauze und Speiseröhre verletzen und den Magen perforieren. Die für uns Menschen vorzüglich schmeckenden Gerichte sind durch die Zutaten, Gewürze und Fette und durch das Braten und Kochen ungenießbar für dein Tier.

Auch die Teller und Schalen mit Naschereien wie Plätzchen, Kekse, Salzstangen, Nüsse, Pralinen, Rosinen und Weintrauben sind eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Denke immer daran: Schokolade und Kakao können tödlich sein. Am besten du stellst die Naschereien dahin, wo sie für deinen vierbeinigen Freund unerreichbar sind.

Was auch immer Gefährliches dein Liebling fressen könnte: sprich mit unseren Tierärztinnen und Tierärzten von Dr. SAM darüber.

Weihnachtliche Blumen und Pflanzen haben es in sich

Weihnachtssterne, Mistelzweige, Stechpalmen und Christusdorn sind giftig. Sie können Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall verursachen.

Auch Weihnachtsgäste können Probleme machen.

Sind den Tieren die Gäste nicht bekannt, gehen sie meist auf Distanz. Sie brauchen Zeit, um allmählich Nähe zuzulassen. Vor allem kleine Kinder neigen dazu, auf die Tiere unbekümmert zuzulaufen, um sie zu streichen und zu liebkosen. Bei einigen unserer Lieblinge kommt das gar nicht gut an. Das solltest du den Gästen sagen.

Mancher Hund ist zum Wächter erzogen. Er bellt und knurrt, wenn Fremde vor der Tür stehen. Am besten bereitest du die Gäste vor dem Besuch darauf vor.

Es gibt Gäste die versuchen, sich die Zuneigung deines Haustieres mit einem heimlichen Happen unterm Tisch zu erkaufen. Bitte den Gast das zu unterlassen, weil er deinem Vierbeiner damit schaden kann.

Übrigens: Geschenkkartons, Geschenkpapier, bunte Bänder und Kordeln sind wunderbares Spielzeug. Bastele Tunnel und Verstecke daraus, lass Bänder und Kordeln tanzen und nutze sie für eine gemeinsame Spielstunde mit deinem Liebling.



Noch unsicher?
Sprich sofort mit einem Tierarzt von Dr. SAM

Kostenlose Fallanalyse starten

Weitere Fachbeiträge

Mehr Wissen
Alle Fachartikel

Immer informiert bleiben

WIR VERSENDEN KEINEN SPAM. DIE KONTAKTDATEN WERDEN AUSSCHLIESSLICH INTERN VERWENDET.
Was fehlt deinem Tier und was ist zu tun?
Jetzt Soforthilfe von einem Tierarzt per Telefon oder Videochat erhalten!
Individuelle Dr. SAM-Fallanalyse starten