Ein junges Kätzchen kommt zu dir nach Hause

Die Basics: Was du wissen solltest zu deinem Katzenwelpen

Das solltest du vorab wissen: Der Bezugspunkt eines Hundes ist der Mensch. An ihm orientiert er sich. Er bedeutet Sicherheit. Eine Katze dagegen orientiert sich in erster Linie an ihrem Umfeld, bezieht sich auf ihr Revier. Das vertraute zuhause gibt ihr Sicherheit. Deshalb hat eine Katze große Probleme, wenn sie das vertraute Umfeld bei einem Züchter oder im Tierheim verlassen muss, und umzieht in das unbekannte zuhause bei dir. Bevor die kleine Samtpfote zu dir kommt, solltest du deine Wohnung, dein Haus auf sie vorbereiten. Wähle das Ankunftszimmer aus, dass du mit allem ausstattest, was dein neuer Mitbewohner braucht.

  • Futter-Napf/Teller
  • Kleine Trinkschüssel
  • Katzentoilette
  • Spielzeug
  • Kratzbaum


Der Züchter oder das Tierheim werden dir sagen, an welches Futter die Katze gewöhnt ist und welches Katzenstreu sie kennt. Nimm erst mal nichts anderes. Auch die Toilette selbst sollte möglichst die gleiche sein. Als Spielzeug reichen erst mal ein oder zwei Katzenangeln. Der Kratzbaum sollte bei einem Katzenwelpen mindestens 80 cm hoch sein.

Es kann gut sein, dass dir nicht gefällt, woran die Katze gewöhnt ist. Verändere erst etwas, wenn sich die Katze bei dir richtig eingewöhnt hat und das kann einige Zeit dauern. Wenn du das Futter und das Katzenstreu ändern willst, mische das neue in das alte in kleinen Mengen und über einen Zeitraum von etwa einer Woche zu.

Solltest du Rat und Hilfe brauchen kontaktiere einen der online Tierärzte/Tierärztinnen von Dr. SAM.


Die ersten Stunden

Hole die Mieze mit einem Transportbehälter ab und stelle ihn in das vorbereitete Zimmer. Öffne die Tür des Behälters, verlasse das Zimmer, schließe die Tür hinter dir und warte 1-2 Stunden ab. Auf diese Weise gibst du deiner neuen Mitbewohnerin ausreichend Zeit, dass sich Aufregung und Angst legen und sie freiwillig den Behälter verlässt und sich ungestört im Zimmer umschaut.

Wenn du das Zimmer wieder betrittst, sprich ruhig und leise mit ihr, fass sie nicht an und heb sie nicht hoch. Setz dich irgendwohin,

Lies ein Buch oder in einer Zeitschrift und beachte das Kätzchen nicht, warte bis sie von selbst zu dir kommt. Das ist kein Liebesbeweis sondern nur Neugier. Dann kannst du das Zimmer verlassen und ihr Gelegenheit geben, dir langsam zu folgen und die ganze Wohnung, das ganze Haus zu erforschen.


Die nächsten Tage und Wochen

Wenn du es nicht schon bei der Wahl deiner Samtpfote bemerkt hast: Katzen haben ihren eigenen Charakter ihren eigenen Kopf.

Es gibt den zurückhaltenden, ängstlichen Typ und den mutigen und forschen, egal zu welcher Rasse deine Katze gehört. In den ersten Tagen und Wochen wirst du feststellen, wie deine neue Mitbewohnerin tickt und du wirst dich daran gewöhnen müssen. Denn erziehen lässt sich dein Stubentiger nicht. Manche Katzen lassen sich schon sehr bald anfassen oder streicheln. Andere lange nicht. Und es gibt welche, die sich überhaupt nicht gern auf den Arm neben lassen.

Kommen oder sind Kinder im Haus sorge dafür, dass sie vor allem anfangs nicht über das Kätzchen herfallen, um es zu streicheln, auf den Arm zu nehmen und damit zu spielen.


Was noch wichtig ist:

Füttere immer zur gleichen Zeit und immer die für die Größe und das Alter deiner Katze die erforderliche Menge. Halte dich mit Leckerlis zurück, damit deine Samtpfote nicht zu dick wird. Vor allem dann, wenn sie keinen Freigang hat

Futternapf und Trinkschüssel sollten immer am gleichen Platz stehen, gut 2 Meter voneinander entfernt sein und täglich gespült werden. Das stille Örtchen sollte an einem stillen Örtchen sein, immer am gleichen Platz, immer leicht zugänglich und sollte immer mit einer kleinen gelöcherten Schaufel gesäubert werden. Auf einen Kratzbaum solltest du nicht verzichten. Manche sehen scheußlich aus und ruinieren dein Ambiente. Aber sie sind für die Krallen deiner Katze wichtig und der beste Schutz für deine Möbel.


Spiel mit deiner Mausi so oft es geht.

Mindestens zweimal eine Viertelstunde täglich. Denk immer daran: Katzen sind von Natur aus Jäger. Die dazu erforderlichen Fähigkeiten trainieren sie mit ihren Geschwistern. Sind sie allein, musst du ihr Trainingspartner sein. Schaff deshalb fürs Springen, Hinterherjagen, Greifen, Erlegen, Anschleichen und Verstecken geeignetes Spielzeug an. Im Internet oder im Fachhandel gibt es reichlich Angebote.


Wie Samtpfote und du Freunde werden können

Schau deiner Katze nicht in die Augen. Sie empfindet das als Aggression. Wenn du sie ansiehst blinzele, das machen Katzen untereinander auch.

Ganz besonderes Futter und viele Leckerlis schaffen keine Nähe. In dieser Hinsicht bist und bleibst du nichts weiter als der Futter- Lieferant.

Durch häufiges und regelmäßiges Spielen mit deiner Samtpfote schaffst du dagegen eine dauerhafte Bindung. Bemühe dich nicht zu sehr um ihre Zuwendung und ihr Vertrauen. Wenig Beachtung schafft bei Katzen Neugier und irgendwann kommen sie von sich aus auf dich zu. Die gute Beziehung erkennst du, wenn dein Kätzchen beginnt, sich an deinem Bein zu reiben, wenn sie freiwillig neben dir auf dem Sofa Platz nimmt und sich sogar auf deinen Schoß kuschelt.


Viel Freude mit deiner Samtpfote wünscht Dr. SAM.


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